Januar 2023

Unsere Veranstaltungen im Januar 2023

Freitag, 27.01., 15:30 Uhr

Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus
Ansprachen: Stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Collenberg und Pfarrer i. R. Friedemann Hillnhütter
Mitwirkung: Jugendliche aus dem Littfelder Jugendtreff „Glonk“
Musikbeitrag: Klaviermusik durch Ralf Stiebig, Musikschule Kreuztal
Ort: Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld, Grubenstraße 31
Mitveranstalter: Stadt Kreuztal

 

Dienstag, 31.01., 19 Uhr (deutsche Zeit)

Zikaron Basalon – Gedenken im Wohnzimmer
Virtuelles Zeitzeugengespräch via Zoom
Diese Online-Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kreisverwaltung unserer israelischen Partnerregion Emek-Hefer sowie dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein statt. Wir begrüßen Eva Erben, Überlebende von Theresienstadt und Auschwitz.
Eine Anmeldung ist bis zum 27.01.2023 unter cjz.siegen@t-online.de möglich. Der Link zur Teilnahme wird nach der Anmeldung verschickt.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Flyer: Zikaron Basalon_31.01.23

Wir bieten das Zeitzeugengespräch zusätzlich morgens um 10 Uhr an. Dieses Angebot gilt für Schulen. Auch hier ist eine Anmeldung bis zum 27.01.2023 unter b.friedrich@kreisjugendring.org möglich.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Flyer: Zikaron Basalon_31.01.23_Schulen

 

Februar 2023

Unsere Veranstaltungen im Februar 2023

Sonntag, 19.02., 16:30 Uhr

Israelisch-jüdisches Kochprojekt – Live-Stream über YouTube

Rahmenprogramm zur Anne Frank-Ausstellung

 

 

 

 

 

Im Rahmen des interkulturellen Online-Kochprojekts „Vielfalt isst gut“ des Deutschen Roten Kreuzes Siegen kochen Alon Sander und Werner Stettner von der CJZ Siegerland kosher und vegan in der Schulküche der Realschule am Oberen Schloss live folgende jüdisch-israelische Gerichte:

  1. Schakschuka: Eier, pochiert in einer Tomaten-Gemüse-Pfanne
  2. Hummus Gargirim: Kichererbsen-Tahini-Püree mit warmen Kichererbsen
  3. Blumenkohlcouscous-Salat: mit Tahini, rote Beete und Granatapfelkernen

Teilnehmer:innen erhalten vorab eine Kochbox, die alle Zutaten für 2 Personen, das Rezept sowie den Link zum Stream enthält. Die Box kann bei REWE Mockenhaupt in der City-Galerie Siegen, in Niederschelderhütte oder in Kreuztal-Krombach nach Anmeldung für ca. 20 Euro erworben werden. Für DRK-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei.

Anmeldung bis zum 13.02.2023 per E-Mail an Frau El Hachimi Schreiber, s.schreiber@drk-siegen-wittgenstein.de

Bitte geben Sie bei der Anmeldung folgende Informationen an:
Wie viele Kochboxen brauchen Sie? (Eine Kochbox reicht für 2 Personen)
Wo können Sie die Kochboxen abholen – Rewe Krombach, Rewe City Galerie oder Rewe Niederschelderhütte?

 

Mittwoch, 22.02., 19 Uhr

Schließ Aug und Ohr für eine Weil
Themenkonzert: Sophie Scholl in Musik – Texten – Bildern

Rahmenprogramm zur Anne-Frank-Ausstellung

© Manuela Meyer

 

 

 

 

 

 

 

Vorgetragen von Manuela Meyer (Sopranistin), Natalia Nazarenus (Pianistin), Dominik Engel (Geiger) und Ute Reimers (Sprecherin)

Sophie Scholl ist wohl vor allem bekannt als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus und ihr Engagement in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Zusammen mit ihrem Bruder Hans wurde sie am 22. Februar 1943 von Richtern des nationalsozialistischen Terrorregimes zum Tode verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet. Ihr Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 80. Mal.
Das Themenkonzert möchte den Mensch Sophie Scholl näher betrachten. Sophie Scholl liebte Literatur und Musik und war sehr naturverbunden. Im Wechsel werden Lieder, einzelne Strophen oder Phrasen eines Liedes und kurze Textpassagen präsentiert. Die Lieder setzen sich aus verschiedenen Genres zusammen: Kunstlied, Choral, Volkslied, Filmmusik und Eigenkompositionen. Sie umrahmen ausgewählte Textpassagen aus Briefen von Sophie Scholl an ihren Freund Fritz Hartnagel oder aus ihrem Tagebuch. Passend zu Text und Musik werden Naturfotografien des Fotografen Günther Wertz präsentiert. Am Beginn und Ende der Fotopräsentation steht eine Zeichnung von Sophie Scholl, die Valentina Specht, eine Betzdorfer Künstlerin, angefertigt hat.

Das Themenkonzert findet in der Martinikirche, Grabenstraße 27 in Siegen statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Zusammen mit der Ev. Martini-Kirchengemeinde lädt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland herzlich zu der Veranstaltung ein.

Weitere Informationen zum Konzept des Konzertes finden Sie hier: Themenkonzert Sophie Scholl 

 

Sonntag, 26.02., 16 Uhr

Vernissage der Ausstellung „CONTINUOUS“ von Viktor Naimark und Sascha Neroslavsky
Fotoausstellung zur Woche der Brüderlichkeit mit dem Motto „Öffnet Tore der Gerechtigkeit! Freiheit Macht Verantwortung“

Viktor Naimark: Garten Eden, 2020
Fotoinstallation, © Viktor Naimark
Sascha Neroslavsky: Vorwärts, © Sascha Neroslavsky

 

 

 

 

 

 

 

Veranstaltungsort: Städtische Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen

Schirmherr: Landrat Andreas Müller

Mitveranstalter: Kultur Siegen

Musikalische Begleitung während der Vernissage durch die Fritz-Busch-Musikschule Siegen

Als Beitrag zur bundesweit begangenen Woche der Brüderlichkeit zeigt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. die Ausstellung CONTINUOUS der beiden jüdischen Künstler Viktor Naimark und Sascha Neroslavsky. Die Ausstellung schmückte bereits im Sommer 2022 im Rahmen des Festjahres „2021 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ die Galeriewände des BBK in Frankfurt am Main. Beide Künstler benutzen das Medium der Fotografie als Instrument für ihre künstlerische Reflexion über Vergangenheit und Gegenwart.

Viktor Naimark stammt aus Sankt Petersburg und ist Absolvent der Repin-Kunstakademie. Seine Farbfotografien laden ein in ein Reich der Träume. Sascha Neroslavsky studierte Malerei und Grafik in Moskau. Seine Fotografien zeigen Porträts und Alltagsszenen, aber auch religiöse Handlungen.

Die Ausstellung ist bis zum 19.03.23 zu den üblichen Öffnungszeiten der Städtischen Galerie Haus Seel zu besichtigen.

März 2023

Unsere Veranstaltungen im März 2023

Rahmenprogramm zur Woche der Brüderlichkeit

Veranstaltungsort:

Alle Veranstaltungen des Rahmenprogramms zur Woche der Brüderlichkeit finden in der Städtischen Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen statt.
Der Besuch ist kostenlos. Über eine Spende würden wir uns freuen.
Die im Folgenden aufgeführten Veranstaltungen bilden nicht nur das Rahmenprogramm zur Woche der Brüderlichkeit, sondern sind auch der Beitrag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland zum Rahmenprogramm der Anne-Frank-Ausstellung. Diese wird vom 3. März bis 30. März 2023 im Kundenzentrum Morleystraße der Sparkasse Siegen gezeigt.

 

Sonntag, 05.03., 16 Uhr

Alfred Kerr: „Wo liegt Berlin?“ (1867-1948)
Vortrag und Lesung von Dr. Marlies Obier und Werner Stettner

© privat

 

 

 

 

 

 

„Ich sehe zurück. Ich war ein Kritiker“ setzte Alfred Kerr seinen 1917 erschienenen „Gesammelten Schriften“ voran. Jahrzehnte seines Lebens schrieb er täglich für Zeitungen und Zeitschriften. Er hatte aus der Kritik der Literatur eine eigene Kunst gemacht: „die Kritik muss selber ein Kunstwerk sein“. Alfred Kerrs Sprache war unverwechselbar und sein Blick war genau.

Als sehr junger Mann von Breslau nach Berlin kommend, hatte er sich dort bald als Theaterkritiker einen Namen gemacht. Gerhart Hauptmann und Henrik Ibsen, und später Ernst Toller waren für ihn die wichtigsten Dramatiker ihrer Epoche. Das Wilhelminische Deutschland und die Weimarer Republik waren die beiden Zeiten, in denen er schreibend lebte, bis er 1933 als bekannter Gegner der Nationalsozialisten und als Jude sofort aus Deutschland fliehen musste. Seine Schriften wurden bei der „Bücherverbrennung“ im Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz verbrannt. Aus seinem Exil in London erhob er seine Stimme weiter gegen den Nationalsozialismus. Der achtzigjährige Alfred Kerr kehrte 1948 auf Einladung der britischen Behörden noch einmal zu einer Vortragsreise in das befreite und zerstörte Deutschland zurück. Am gleichen Abend nach seinem Flug in Hamburg ankommend, besuchte er, wie immer und früher in seinem Leben, das Theater und erlitt während der Vorstellung einen schweren Schlaganfall, an dessen Folgen er aus eigenem Willen starb.

„Wo liegt Berlin?“ ist der Titel der Sammlung seiner „Briefe aus der Reichshauptstadt 1895-1900“. Sie sind frisch, klug und humorvoll. Beginnend im Monat Januar 1895 und im Winter der vergangenen Literatur schreitet noch der alte Herr Fontane mit dickem Schal durch die Straßen Berlins. Der Kaiser hat keine Freude an dem baldigen Frühling der neuen naturalistischen Literatur, aber Alfred Kerr!
(Text: Dr. Marlies Obier)

 

Donnerstag, 16.03., 19 Uhr

Danach – Zur Tradierung extremen Traumas in Deutschland. Szenisches Erinnern der Shoah
Ein Vortrag von Dr. Kurt Grünberg (Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt/M.)

© Kurt Grünberg

 

 

 

 

 

 

 

Angesichts des unüberwindbaren Bruchs, den Auschwitz in der Geschichte der Menschheit markiert und den die Shoah in den Lebenszusammenhängen von Überlebenden und ihren Angehörigen darstellt, nähert sich Kurt Grünberg in seinem Vortrag dem Danach dieses Bruchs. Unter Bezugnahme auf eine kurze Videoaufnahme wird das psychoanalytische Konzept des „Szenischen Erinnerns der Shoah“ illustriert. Dieses Konzept basiert auf der Erfahrung, dass Überlebende ihre Verfolgungserfahrungen wesentlich nonverbal und szenisch erinnern und tradieren. „Szenisches Erinnern der Shoah“ vermittelt sich in den Beziehungen zu Nachkommen, zu Mitmenschen, zur Umwelt – und so auch in den Erfahrungen von Ausgrenzung und Antisemitismus in der bundesrepublikanischen Gegenwart. Dass das extreme Trauma von Überlebenden gerade in den Szenen des Miteinanders zum Ausdruck gebracht wird, bedeutet auch: Es muss als eingebunden in die Gesellschaft, in die Kultur – in das Vergessen und Erinnern Danach – verstanden werden.  

Kurt Grünberg lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er studierte Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und promovierte an der Leibniz Universität Hannover. Er ist Psychoanalytiker (DPV, IPA) in freier Praxis und am Frankfurter Sigmund-Freud-Institut im Forschungsbereich der psychosozialen Spätfolgen der Shoah im post-nationalsozialistischen Deutschland, der transgenerationalen Trauma-Tradierung und aktuell zum Thema Antisemitismus-Erfahrungen der Dritten Generation tätig. Er gehört zu den Gründer:innen des Treffpunkts für Überlebende der Shoah und ist Mitglied des Vorstands der Henry und Emma Budge-Stiftung. Er publizierte zu diesen Fragestellungen sowie zum Konzept des Szenischen Erinnerns der Shoah.
(Text: Dr.Kurt Grünberg)

Der Vortrag wird unterstützt vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein.

 

Sonntag, 19.03., 17 Uhr

„Hommage an George Gershwin“
Ein Konzert mit Esther Lorenz (Gesang und Moderation) und Thomas Bergler (Klavier)

© Mirjam Schwarz

 

 

 

 

 

 

 

George Gershwin, am besten bekannt durch seine Volksoper „Porgy and Bess“ oder die „Rhapsody in Blue“ hat in den zwei Jahrzehnten seiner Schaffenszeit unzählige Musicals und Broadway-Shows geschrieben. Aus diesem reichen Fundus hat Esther Lorenz ein Programm zusammengestellt, das die vielen Seiten Gershwin’s zeigt – die melancholische, lustige, temperamentvolle und sanfte. Melodien, die durch Fred Astaire und Ginger Rogers tanzbar wurden. Esther Lorenz erzählt von den Anfängen des Sohnes russischer Einwanderer, seiner Liebe zum Jazz, dem Konflikt als klassischer Komponist anerkannt zu werden und gleichzeitig seiner Liebe zum Broadway treu zu bleiben.

Lieder wie „Someone to watch over me“ und „Swanee“ sind zu hören, genauso wie Auszüge aus „Porgy and Bess“ – der Oper, die man zur damaligen Zeit verkannte. Eine Hommage an einen Komponisten, dem auf elegante Weise der Spagat zwischen Jazz und Klassik gelungen ist.

 

Wissenwerte Details zum Rahmenprogramm und zur Ausstellung CONTINUOUS finden Sie hier: Einladung WdB_2023

 

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