Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach

Kennen Sie Helene Meyer, Julius Hirsch oder Martha Jacob? Alle Drei waren Stars, echte Sportstars ihrer Zeit. Sie gewannen Medaillen bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften oder anderen nationalen und internationen Wettkämpfen und Turnieren. Was sie eint, ist nicht nur ihr Erfolg, sondern auch ihr Schicksal. Sie alle wurden vom nationalsozialistischen Regime deportiert, ermordet oder zur Flucht ins Exil gezwungen.

Mit einer OpenAir-Ausstellung auf dem Vorplatz des Kreishauses in Siegen möchten wir 17 beispielhafte Geschichten dieser Sportlerinnen und Sportler erzählen. Vom 30. Juni bis 26. Juli werden die überlebensgroßen Figuren zu sehen – und zu begreifen – sein.

Die Partner der Ausstellung sind:

  • Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e.V
  • Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.
  • Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V.
  • Kommunales Integrationszentrum Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Kreissportbund Siegen-Wittgenstein e.V.

Initiiert wird die Ausstellung vom Zentrum deutsche Sportgeschichte, gefördert durch die Beuftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur.

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 30. Juni 2026, 16 Uhr, auf dem Vorplatz des Kreishauses in Siegen, Koblenzer Straße 73.
Die Einladung zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier: Einladung_siegen_03-1

Zur Ausstellung gibt es auch ein vielseitiges Begleitprogramm: Einleger_siegen_03

Eröffnung der neuen Dauerausstellung des Aktiven Museums Südwestfalen e. V.

Das Aktive Museum Südwestfalen am Platz der Synagoge in Siegen wurde am 10. November 1996 durch Klaus Dietermann eröffnet. Nun, 30 Jahre später, eröffnet das Museum am 19. Juni seine neue Dauerausstellung. Zu diesem feierlichen Anlass lädt das Aktive Museum alle Interessierten sehr herzlich ein.

Die Eröffnung beginnt um 16:00 Uhr mit einem Sektempfang im Friedrich-Schadeberg-Hörsaal der Universität Siegen. Dort wird es eine Einführung in die Grundzüge der neuen Ausstellung und einen Dank an die Sponsor : innen geben. Anschließend ist ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch im Aktiven Museum geplant.

Das Team vom Aktiven Museum Südwestfalen freut sich sehr, diesen besonderen Meilenstein mit zahlreichen Menschen zusammen zu feiern.

Die Anfahrtsbeschreibung findet sich unter folgendem Link: https://www.uni-siegen.de/start/kontakt/anfahrt_und_lageplaene/campus_siegen_mitte.html

Gedenkstättenfahrt zum ehem. Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück vom 20.11.-22.11.2026

In Kooperation mit dem FrauenForum Siegen-Wittgenstein, dem SPD Unterbezirk Siegen-Wittgenstein, dem DGB-Kreisverband Olpe, der IG Metall Olpe, den EVG Frauen des Ortsverbands Südwestfalen, den OMAS GEGEN RECHTS Siegen und der Initiative „Jüdisches Erbe in Olpe“ bieten wir vom 20.11.-22.11.2026 eine Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück (Fürstenberg / Havel) an.
Interessierte können sich ab sofort anmelden unter 0271 20100 sowie per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de oder a.ploch@cjz-siegen.de. Die Anmeldefrist endet am 30.06.2026.

Den Ausschreibungstext für die Gedenkstättenfahrt mit weitergehenden Informationen finden Sie hier: Flyer_BildungsfahrtRavenbrück_Leserichtung_05_260603_081300

Die Gedenkstättenfahrt wird von der Bürgerstiftung Siegen gefördert.

Eröffnung der Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“ mit Fotografien der Dortmunder Künstlerin Era Freidzon

Mit der Vernissage zur Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“ eröffnete am vergangenen Sonntag (08.02.26) die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland in Kooperation mit KulturSiegen das „Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/5787“. Das Motto des Jahres der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit lautet in diesem Jahr „Schulter an Schulter miteinander“.

90 Besucher:innen kamen zur Eröffnung in die Städtische Galerie Haus Seel nach Siegen und wurden von Alon Sander (jüd. Vorsitzender CJZ Siegerland) begrüßt. Weitere Grußworte sprachen der Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen, Tristan Vitt und Landrat Andreas Müller als Schirmherr. Im Anschluss an die Grußworte führte die Künstlerin Era Freidzon in die Ausstellung ein und machte deutlich, wie bedroht jüdisches Leben in Deutschland nach dem 07. Oktober 2023 ist. Musikalisch umrahmt wurden die Wortbeiträge durch Musikstücke eines Streichquartetts der Fritz-Busch-Musikschule der Universitätsstadt Siegen unter der Leitung von Jörg Buschhaus.

Die Ausstellung „Chut adom – 100 Rote Bändchen“ zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der Kinder in der Jüdischen Gemeinde Dortmund und macht jüdischen Alltag sichtbar. Die Dortmunder Künstlerin Era Freidzon fotografierte im jüdischen Kindergarten Kinderhände, die basteln, malen, lesen, spielen, kochen, Sport machen, beten oder musizieren. Die Aufnahmen sind jeweils schwarz-weiß – bis auf ein rotes Element: das Chut adom. Diese roten Bändchen, auch „Kabbala-Bändchen“ genannt, sind Glücksbringer und Schutzzeichen gegen den „bösen Blick“. Für Era Freidzon sind die Fotografien ein visuelles Gebet für das individuelle Glück und eine bessere Zukunft für alle Kinder – und dafür, dass jüdisches Leben in Deutschland, trotz allen Widrigkeiten, stattfindet und eine Zukunft hat. Unser Dank gilt daher insbesondere der Künstlerin Era Freidzon. Ferner bedanken wir uns bei KulturSiegen für die tolle Unterstützung bei der Umsetzung der Ausstellung.

Die Ausstellung kann noch bis Sonntag, 08.03.2026 in der Städtischen Galerie Haus Seel in Siegen besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos. Kommen Sie gerne vorbei, ein Besuch lohnt sich!

Sport verbindet Welten – Teilnehmende für „Move & Meet gesucht!

Der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein möchte die lebendige Verbindung nach Israel an die nächste Generation weitergeben. Das Highlight für junge Menschen: „Move & Meet – Sport verbindet Welten“.

Dafür werden junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren gesucht, die sportbegeistert sind und Lust auf ein echtes Abenteuer haben.

Das erwartet die Jugendlichen:

  • Gemeinsam aktiv: In einer deutsch-israelischen Gruppe lernen die Teilnehmenden verschiedene Sportarten kennen.
  • Termine: Die Begegnung findet vom 19.07. bis 26.07.2026 statt, gefolgt von einer optionalen Rückbegegnung bis zum 02.08.2026 in Israel.
  • Völkerverständigung hautnah: Neue interkulturelle Freundschaften und ein großes Sportfest zum Abschluss.

Obwohl sich Jugendliche aus ganz NRW bewerben können, liegt dem Kreisjugendring eine starke Beteiligung direkt aus Siegen-Wittgenstein besonders am Herzen, um die Tradition der Kreispartnerschaft lokal zu verwurzeln.
Anmeldung & Informationen: Geben Sie diese Chance gerne an Ihre sportbegeisterten Familienmitglieder weiter. Für alle Fragen steht Barbara Friedrich beim Kreisjugendring zur Verfügung:

  • Telefon: 0271/673462 35
  • E-Mail: b.friedrich@kreisjugendring.org
  • Details: www.kreisjugendring.org

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Brücke nach Israel auch in Zukunft stabil bleibt!

Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum deutsch-israelische Jugendbegegnung

Ein stolzes Jubiläum wirft seine Schatten voraus: 2026 jährt sich die erste Jugendleiterreise nach Israel zum 60. Mal. Aus diesen ersten Begegnungen im Jahr 1966 entstand die älteste Kreispartnerschaft zwischen einem deutschen und einem israelischen Kreis, zwischen Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer.

Anlässlich dieses 60-jährigen Bestehens plant der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e.V. für den 25. Juli 2026 eine große Jubiläumsfeier. Ziel ist es, die Menschen wieder zusammenzuführen, die diese Brücke über Jahrzehnte hinweg gebaut haben.

Der Kreisjugendring sucht Sie! Waren Sie in den letzten sechs Jahrzehnten als Teilnehmer:in oder Teamer:in bei der Jugendbegegnung mit Emek Hefer dabei?  Dann werden Sie Teil der Alumni-Gemeinschaft bei der Sie:

  • Sich zur Jubiläumsfeier anmelden können
  • Alte Fotografien oder Filmaufnahmen mit uns teilen können
  • Infos zu Projekten wie einer Alumni-Band, oder einem israelischen Kochabend erhalten

Sie können sich nicht nur online, sondern auch gerne telefonisch beim Kreisjugendring registrieren.

Anmeldung bei Barbara Friedrich per E-Mail an b.friedrich@kreisjugendring.org, telefonisch unter 0271/67346235 oder online unter www.kreisjugendring.org. Zum Anmeldeformular geht es hier entlang:

Helfen Sie, diese gemeinsame Geschichte weiterzuschreiben.

Veranstaltungen CJZ Siegerland 1. Halbjahr 2026

Unser Programm für das 1. Halbjahr 2026 ist fertig. Sie dürfen sich auf eine Ausstellung mit Fotografien der Dortmunder Künstlerin Era Freidzon, einen humoristischen Nachmittag mit den Rabbinern Rothschild und Steiman, Lesungen, Vorträge, Zeitzeugengespräche und einen Tanzworkshop freuen. Einen kurzen Überblick finden Sie hier:

Programm_1. HJ 2026_CJZ Siegerland_final

Detailliertere Informationen über Veranstaltungen, die in naher Zukunft liegen, finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungen“.

Bewegende Gedenkstunde zur Erinnerung an die Opfer des Novemberpogroms 1938 am Platz der Synagoge in Siegen

 

200 Menschen haben am 10. November 2025 am Platz der Synagoge in Siegen bei einer Gedenkstunde der Opfer des Novemberpogroms 1938 gedacht. Vor 87 Jahren steckten Männer der Siegener SS und SA in der Mittagsstunde des 10. November die Siegener Synagoge unter den Blicken zahlreicher Schaulustiger in Brand. Das jüdische Gotteshaus wurde vollständig zerstört. Alle jüdischen Männer, derer man habhaft werden konnte, wurden verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Der 10. November 1938 markiert damit das Ende des sichtbaren jüdischen Lebens in Siegen.

Moderiert wurde die Gedenkstunde vom Ev. Vorsitzenden der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V. (CJZ) Pfr. i. R. Raimar Leng. Neben dem Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen Tristan Vitt und Landrat Andreas Müller begrüßte Leng Sylvia Löhrmann, die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur. Landrat Andreas Müller fasste seine zentrale Botschaft mit einem Zitat von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zusammen: „Der Schutz jüdischen Lebens ist Staatsaufgabe und er ist Bürgerpflicht.“ Auch Sylvia Löhrmann fand deutliche Worte. Sie unterstrich, dass Antisemitismus in all seinen Ausprägungen in Deutschland keinen Platz habe und dass jede Bürgerin und jeder Bürger Antisemitismus entschieden entgegentreten müsse, anstatt einfach die Augen zu verschließen. Im Anschluss trugen Vivien Lorenz und Oliwier Slowik, beide ehrenamtlich tätig im Israelaustausch des Kreisjugendrings Siegen-Wittgenstein, ein Gedicht von der Holocaust-Überlebenden Halina Birenbaum und ein Gedicht von Bertolt Brecht vor. Nachdem Alon Sander, jüdischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, das Kaddisch gesprochen hatte, legten die beiden Jugendlichen einen Kranz für die Opfer des Novemberpogroms 1938 am Platz der Synagoge nieder.

Den 07. Oktober nicht vergessen – Mahnwache in Siegen

© Tobias Holzhauer

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V., das Aktive Museum Südwestfalen e. V., die Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein sowie der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e. V. haben am 07. Oktober 2025, dem zweiten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel, eine Mahnwache für die über 1200 Toten und die Geiseln, von denen sich nach zwei Jahren immer noch einige in der Gewalt der Hamas befinden, veranstaltet. Vorgelesen wurden die Namen der Opfer des 07. Oktobers. Wie im Judentum Brauch, legten die Beteiligten für jeden getöteten Menschen einen Stein nieder. Ein Symbol dafür, dass niemand vergessen werden soll. Gleichzeitig galt das Mitgefühl der Teilnehmenden den palästinensischen Frauen, Männern und Kindern, die durch Krieg und Hunger im Gazastreifen oder durch Siedlergewalt im Westjordanland sterben. Die etwa 100 Teilnehmenden waren sich darin einig, dass die Spirale der Gewalt, die für beide Völker so viel Schmerz verursacht hat, beendet werden muss. Die Beteiligten hoffen auf einen sofortigen Waffenstillstand und die Freilassung aller Geiseln, damit die Menschen in Israel und in Palästina in Sicherheit und Frieden leben können. 

Eröffnung der Sonderausstellung „Den Holocaust in Bildern erzählen – Eine Ausstellung zu aktuellen Graphic Novels und Bilderbüchern“ im Aktiven Museum Südwestfalen

Wie erzählt man über den Holocaust in einer Zeit, in der immer mehr Zeitzeug:innen nicht mehr Schulklassen besuchen und von ihren Erlebnissen berichten können? Wie gewinnt man das Interesse von Schüler:innen für die Ereignisse, die Jahrzehnte zurückliegen? Vor allem mit welchen Medien?
Eine Möglichkeit bieten neben Bilderbüchern vor allem Graphic Novels, die Text und Bild miteinander verbinden, mit Leerstellen arbeiten und auch den Lese sowie Sehbedürfnissen junger Menschen entsprechen. Seit den 1980er Jahren entstanden unterschiedliche Bilderbücher und Graphic Novels, die sich verschiedener Narrative bedienen und unterschiedliche Perspektiven auf den Holocaust und das Überleben danach zeigen. Die Ausstellung widmet sich ausgewählten Graphic Novels und Bilderbüchern, um die Bandbreite dessen, was erzählt wird, zu zeigen, aber auch Chancen des grafischen Erzählens zu präsentieren.
Die Ausstellungseröffnung mit Autorenlesung von Stephanie Lunkewitz findet am Samstag, 20. September 2025, um 17 Uhr im Aktiven Museum Südwestfalen, Obergraben 10, statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Ausstellung zeigt das Aktive Museum Südwestfalen in Kooperation mit der Universität Siegen. 

Veranstaltungen CJZ Siegerland 2. Halbjahr 2025

Unser Programm für das 2. Halbjahr 2025 ist fertig. Sie dürfen sich auf Lesungen, eine Tagesfahrt zum NS-Dokumentationszentrum Vogelsang in der Eifel, Vorträge, Konzerte und Theater freuen. Einen kurzen Überblick finden Sie hier:

Programm 2. HJ 2025_CJZ Siegerland

Detailliertere Informationen über Veranstaltungen, die in naher Zukunft liegen, finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungen“. Die im Programm aufgeführte Gedenk- und Erinnerungsfahrt nach Köln am 31.08.25 findet aufgrund von Sperrungen auf der Bahnstrecke von Siegen nach Köln leider nicht statt, soll aber an einem anderen Termin nochmal angeboten werden. Auch der Erwachsenenaustausch für Trainer:innen im Sport mit dem Partnerkreis Emek Hefer (Israel) Ende November/Dezember kann in dieser Form leider nicht stattfinden.