Veranstaltungen 2018

Juni 2018

Unsere Veranstaltungen im Juni 2018

 

Sonntag, 10.06., 15.15 bis ca. 18.30 Uhr

Benefiz-Geburtstagsfest anlässlich der Staatsgründung Israels 1948

z.B. mit dem Erzählkünstler und musikalischen Zauberer Alex Jacobowitz (Berlin) und Keren Hayesod

Informationen über Keren Hayesod:
Keren Hayesod (der Stiftungsfond) wurde 1920 in London gegründet und diente der Sammlung der im Nachgang zur Balfour Deklaration von 1917,  für den Aufbau eines jüdischen Heimatlandes erforderlichen Geldmittel. Der Keren Hayesod wurde der Herausforderung gerecht, die Grundlagen für die meisten der lebenswichtigen Bereiche einer sich entwickelnden Gesellschaft zu schaffen: Wirtschaft, Fremdenverkehr, Landwirtschaft, Industrie, Kultur  und die Eingliederung von Einwanderern. Zu den wichtigsten Erfolgen des Keren Hayesod gehören die Gründung der Luftfahrtgesellschaft El Al, der Schifffahrtsgesellschaft ZIM und der Bank Leumi.
1956 ratifizierte die Knesset das Gesetz des Keren Hayesod, das die Aufgaben des Keren Hayesod nach der Gründung des Staates Israel festlegte und ihn ermächtigte, „die Stärkung des Staates Israel, die Heimführung der im Exil Lebenden und der Vereinigung des jüdischen Volkes“ zu fördern.
Bis heute wirkt der Keren Hayesod im Sinne seiner im Jahr 1920 bekanntgegebenen Gründungserklärung: „Der Schlüssel liegt in den Händen des jüdischen Volkes“ und rief zur „Selbstbesteuerung in der edlen jüdischen Tradition der Abgabe des Zehnten“ auf.
Die hauptsächlichen Ziele des Keren Hayesod bestehen in der Rettung von Juden aus Gefahrenzonen, der Einwanderung und der Eingliederung der Einwanderer. In den 90er Jahren alleine konnte eine Million neuer Einwanderer mit Hilfe des Keren Hayesod in Israel ein besseres Leben beginnen.
Seit der Gründung des Staates Israel brachte der Keren Hayesod, mittels der Jewish Agency, fast 3 Millionen Einwanderer nach Israel und ermöglichte deren Eingliederung; er errichtete 800 landwirtschaftliche Siedlungen, schuf 1300 Sozialprojekte, sanierte 90 heruntergekommene Wohngegenden und Entwicklungsstädte, betreute und bildete 300.000 benachteiligte Jugendliche durch die Jugendalijah aus und half bei der Förderung einer jüdischen Erziehung für Tausende von Kindern auf der ganzen Welt.

Ort: ev. Martini-Kirche, Grabenstr. 27, Siegen

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Montag, 18.06., 19 Uhr

Carl von Ossietzky
Journalist, Schriftsteller, Friedensnobelpreisträger und Mordopfer

Vortrag von Peter Schmöle

Carl von Ossietzky wurde am 3. Oktober 1889 in Hamburg geboren. 1907 wurde er Hilfsschreiber am Hamburger Amtsgericht. Später wird er Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft. Vor dem ersten Weltkrieg arbeitet Ossietzky für die Zeitschrift: Das freie Volk. 1919 wird Ossietzky Generalsekretär der Deutschen Friedensgesellschaft. Er arbeitet am Tagebuch und an der Zeitschrift Montag Morgen mit. 1926 wird er Mitarbeiter der Weltbühne und nach Siegried Jakobsons Tod, Chefredakteur derselbigen Zeitung und enger Freund von Kurt Tucholsky. Ossietzky schreibt über das Aufkommen der deutschen Rechten, ihre Verbrechen und ihre Legenden (Dolchstoßlegende). Aufgrund wiederholter Kritik am Militär wird Ossietzky immer wieder zu Geld und Gefängnisstraßen verurteilt. Am 28. Februar 1933, am Tage des Reichstagbrandes wird Ossietzky von der Naziregierung verhaftet und in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert und gequält. Ende des Jahres 1936 erhält Ossietzky den Friedensnobelpreis, darf nicht ausreisen und den Nobelpreis entgegennehmen.
Nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises wird er aus dem KZ entlassen, stirbt am 4. Mai 1938 an den Folgen der erlittenen Qualen. Ossietzky gehört zu einem der bekanntesten Publizisten der Weimarer Republik.
                                                                                                                                                                          
Ort: Büro der CJZ, Häutebachweg 6, Siegen