Veranstaltungen 2021

März 2021

 

Unsere Veranstaltungen im März 2021

 

Sonntag, 07.03., 16.30 Uhr

Ernst Bachrich – ein Portrait   
mit Pianist Alexander Breitenbach (Siegen)

Ernst Bachrich (1892-1942) war ein Schüler und enger Mitarbeiter Arnold Schönbergs in Wien. Als Gründungsmitglied dessen Gesellschaft für musikalische Privataufführungen, Pianist und Komponist gehörte er zu den wichtigsten Protagonisten der Zweiten Wiener Schule.

Nach Kapellmeistertätigkeit in Düsseldorf und Duisburg kehrte er nach Wien zurück, wo er sich nach dem „Anschluss“ gegen die zunehmende Verdrängung aus dem Musikleben zur Wehr setzte. Im Mai 1942 wurde er aufgrund seiner jüdischen Herkunft deportiert und im Juli desselben Jahres im Nazi-Vernichtungslager Majdanek ermordet. Damit geriet der herausragende Komponist und Pianist der Zweiten Wiener Schule ins Abseits der Musikgeschichte.

In seinem Programm möchte der Künstler seine faszinierenden Werke wiederentdecken und Bezüge zu seinen Zeitgenossen wie Berg, Debussy, Reger, Schönberg und weiteren Komponisten aufzeigen.

Alexander Breitenbach
Der 1997 geborene Pianist Alexander Breitenbach begann 2004 seine Ausbildung bei der Klavierdozentin Evelyn Rück an der Fritz-Busch-Musikschule im nordrhein-westfälischen Siegen. Seit 2015 studiert er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof. Dr. Florence Millet. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist er als Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv. 2019 begann er seine Lehrtätigkeit an der HfMT Köln.
Schon früh nahm er erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben und Meisterkursen teil. So gewann er mehrmals erste Preise und Sonderpreise bei Jugend musiziert sowie den van Bremen
Klavierwettbewerb und den Internationalen Grotrian Steinweg Klavierspielwettbewerb. Zudem erhielt er sowohl den Ferdinand Trimborn-Förderpreis NRW als auch den Förderpreis der Busch-Brüder Siegen und ist Stipendiat des Richard Wagner Verbands Bergisches Land sowie Stipendiat von Yehudi Menuhin Live Music Now. Die Möglichkeit als Solist mit Orchester aufzutreten erhielt er erstmals im Alter von 14 Jahren. Später folgten Auftritte mit der Philharmonie Südwestfalen, dem Sinfonieorchester Wuppertal sowie als Gewinner eines Auswahlwettbewerbs mit dem Orchester der Musikhochschule Köln. 
Ein wichtiger Aspekt seines Schaffens ist die Beschäftigung mit Werken verfemter Komponisten.

 

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter cjz.siegen@t-online.de ist erforderlich. Der Einladungslink wird kurz vor der Veranstaltung versandt. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt.
Dieses Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung (https://www.lwl-kulturstiftung.de) gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

09.03.21: Das Konzert kann nun auch online auf unserem YouTube-Kanal angeschaut und gehört werden:

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Donnerstag, 18.3., 19 Uhr         

Erinnerung und Holocaust – Chancen, Grenzen, Grenzüberschreitungen    
Vortrag von Dr. Jens Aspelmeier (Siegen)

Jede Generation erzählt die Vergangenheit neu. Dabei wird unser Geschichtsbild und die jeweilige Vermittlungspraxis in Schule, Museen und Gedenkstätten geprägt von Politik und Gesellschaft, von Wissenschaft und Medien. Aber wie entstehen unsere Geschichtsbilder und was beeinflusst unser Geschichtsbewusstsein?

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Politik und Geschichte? Welche kontroversen Formen der Erinnerungskultur entstehen dabei? Und welche Aufgabe haben Schulen und Geschichtswissenschaft angesichts einer bisweilen provokanten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Der Vortrag zeichnet Stationen und Formen einer Geschichte der Erinnerung nach und fragt anhand ausgewählter aktueller Beispiele nach einer Zukunft der Erinnerung im 21. Jahrhundert. 

Dr. Jens Aspelmeier
Historiker und Direktor Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen, Leiter für das Lehramt Gymnasium/Gesamtschule

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter cjz.siegen@t-online.de ist erforderlich. Der Einladungslink wird kurz vor der Veranstaltung versandt. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt und wird gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen angeboten.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung (https://www.lwl-kulturstiftung.de) gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

29.04.21: Der Vortrag kann nun auch online auf unserem YouTube-Kanal angehört werden:

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Donnerstag, 25.03., 15.30 bis 17 Uhr

Virtueller Gang durch die Unterstadt entlang der Erinnerungsorte zum Nationalsozialismus

Außerdem dürfen wir uns auch noch auf unsere 1. virtuelle Stadtführung, die wir gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen anbieten, freuen.

Peer Ball führt die Teilnehmenden durch die Unterstadt, entlang der Erinnerungsorte zum Nationalsozialismus.

Die Führung folgt, neben den Biografien jüdischer Opfer des Nationalsozialismus entlang einiger Stolpersteine, auch den Spuren der Siegerländer Arbeiterbewegung und ihrer Opfer unter der NS-Diktatur. Daneben wird anhand der Geschichte der Sandstraße, entlang der Orte ehemaliger Lokalitäten und Geschäftshäuser, einiges zur Stadtgeschichte zu erfahren sein.

Anmeldung bis Donnerstag, 25.03.21, 14 Uhr per Mail an cjz.siegen@t-online.de.

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Donnerstag, 25.03., 19 Uhr       

„Nie wieder“
Vortrag von Oliver Vrankovic (Tel Aviv)

Oliver Vrankovic zeigt anhand von Lebensgeschichten auf, was „Nie Wieder!“ für Israel bedeutet. Auf der Basis von Lebensgeschichten beschreibt er den Erfahrungszusammenhang zwischen der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden und der Bedrohung Israels durch eliminatorisch gesinnte Feinde und erörtert den Umgang Israels mit dieser Bedrohung. Der Vortrag macht deutlich, wie die Erinnerung an die Shoah und das Eintreten für die Sicherheit Israels zusammengehören.

Oliver Vrankovic lebt und arbeitet in Tel Aviv. Bei seiner Tätigkeit in einem Elternheim hat er häufig mit Holocaustüberlebenden zu tun. Jährlich besucht er Deutschland zu 1-2 Vortragsreisen, um über seine Erfahrungen zu berichten.

 

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter cjz.siegen@t-online.de ist erforderlich. Der Einladungslink wird kurz vor der Veranstaltung versandt. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung (https://www.lwl-kulturstiftung.de) gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

30.03.: Der Vortrag kann nun auch online auf unserem YouTube-Kanal angehört werden:

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Sonntag, 28.03., 16 Uhr     

Finissage

 

 

 

 

 

 

 

Begleitend zur Ausstellung fanden Kunstworkshops via Zoom mit Kindern und Jugendlichen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kreis Emek Hefer, unter der Federführung des Kreisjugendrings Siegen-Wittgenstein, statt. In Si-Wi waren die Jugendkunstschule Siegen-Wittgenstein und das Gymnasium Stift Keppel beteiligt.
Die Ergebnisse werden im Rahmen der Finissage präsentiert. Es sind einhundert Werke entstanden, die mit der vorhandenen Ausstellung „Speaking Art“ korrespondieren. Sie beschäftigen sich inhaltlich mit der aktuellen Lebenssituation, dem Wunsch nach Frieden, Freundschaft, Freiheit, … .

Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind. Hier der Teilnahmelink für die Zoomveranstaltung:

https://us02web.zoom.us/j/84331527227?pwd=YjJQUVI4UDU3d2xZOGNWQmpMcVEzdz09

Meeting-ID: 843 3152 7227
Kenncode: 317615

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung (https://www.lwl-kulturstiftung.de) gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

30.03.: Der Begleitfilm zur Finissage kann nun auch online auf unserem YouTube-Kanal angeschaut werden:

 

Wir freuen uns sehr, dass wir zu allen* Veranstaltungen unsere Freunde im Partnerkreis Emek Hefer in Israel zuschalten dürfen.
Die Formate werden jeweils** von unserem jüdischen Vorsitzenden Alon Sander ins Hebräische übertragen!

*  Der virtuelle Rundgang findet ohne israelische Beteiligung statt.
** Die Finissage findet englischsprachig statt.

 

So sieht die Ankündigung der Veranstaltungsreihe zur Woche der Brüderlichkeit übrigens in Israel aus:
חוברת        Brotherhood Week Siegen
(den Link anklicken und dann auf das sich öffnende Fenster gehen)