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Ernst Bachrich – ein Portrait

mit Pianist Alexander Breitenbach (Siegen)

Stream am Sonntag, 07.03., 16.30 Uhr

Ernst Bachrich (1892-1942) war ein Schüler und enger Mitarbeiter Arnold Schönbergs in Wien. Als Gründungsmitglied dessen Gesellschaft für musikalische Privataufführungen, Pianist und Komponist gehörte er zu den wichtigsten Protagonisten der Zweiten Wiener Schule.

Nach Kapellmeistertätigkeit in Düsseldorf und Duisburg kehrte er nach Wien zurück, wo er sich nach dem „Anschluss“ gegen die zunehmende Verdrängung aus dem Musikleben zur Wehr setzte. Im Mai 1942 wurde er aufgrund seiner jüdischen Herkunft deportiert und im Juli desselben Jahres im Nazi-Vernichtungslager Majdanek ermordet. Damit geriet der herausragende Komponist und Pianist der Zweiten Wiener Schule ins Abseits der Musikgeschichte.

In seinem Programm möchte der Künstler seine faszinierenden Werke wiederentdecken und Bezüge zu seinen Zeitgenossen wie Berg, Debussy, Reger, Schönberg und weiteren Komponisten aufzeigen.

Alexander Breitenbach
Der 1997 geborene Pianist Alexander Breitenbach begann 2004 seine Ausbildung bei der Klavierdozentin Evelyn Rück an der Fritz-Busch-Musikschule im nordrhein-westfälischen Siegen. Seit 2015 studiert er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof. Dr. Florence Millet. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist er als Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv. 2019 begann er seine Lehrtätigkeit an der HfMT Köln.
Schon früh nahm er erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben und Meisterkursen teil. So gewann er mehrmals erste Preise und Sonderpreise bei Jugend musiziert sowie den van Bremen
Klavierwettbewerb und den Internationalen Grotrian Steinweg Klavierspielwettbewerb. Zudem erhielt er sowohl den Ferdinand Trimborn-Förderpreis NRW als auch den Förderpreis der Busch-Brüder Siegen und ist Stipendiat des Richard Wagner Verbands Bergisches Land sowie Stipendiat von Yehudi Menuhin Live Music Now. Die Möglichkeit als Solist mit Orchester aufzutreten erhielt er erstmals im Alter von 14 Jahren. Später folgten Auftritte mit der Philharmonie Südwestfalen, dem Sinfonieorchester Wuppertal sowie als Gewinner eines Auswahlwettbewerbs mit dem Orchester der Musikhochschule Köln. 
Ein wichtiger Aspekt seines Schaffens ist die Beschäftigung mit Werken verfemter Komponisten.

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter cjz.siegen@t-online.de ist erforderlich. Der Einladungslink wird kurz vor der Veranstaltung versandt. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt.
Dieses Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung (https://www.lwl-kulturstiftung.de) gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

09.03.21: Das Konzert kann nun auch online angeschaut und -gehört werden:

Ein Gedanke zu „Ernst Bachrich – ein Portrait

  1. Beeindruckende und bewegende Vorstellung eines unbekannt gewordenen Komponisten. Mir gefällt ebenso die Art, wie Herr Breitenbach diese Musik erläutert und interpretiert. Hochspannende Musik ! Auch Ravels Sonatine ist ein Schmuckstück. Habe ich gleich dreimal hintereinander gehört.

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