Eröffnung der Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“ mit Fotografien der Dortmunder Künstlerin Era Freidzon

Mit der Vernissage zur Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“ eröffnete am vergangenen Sonntag (08.02.26) die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland in Kooperation mit KulturSiegen das „Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/5787“. Das Motto des Jahres der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit lautet in diesem Jahr „Schulter an Schulter miteinander“.

90 Besucher:innen kamen zur Eröffnung in die Städtische Galerie Haus Seel nach Siegen und wurden von Alon Sander (jüd. Vorsitzender CJZ Siegerland) begrüßt. Weitere Grußworte sprachen der Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen, Tristan Vitt und Landrat Andreas Müller als Schirmherr. Im Anschluss an die Grußworte führte die Künstlerin Era Freidzon in die Ausstellung ein und machte deutlich, wie bedroht jüdisches Leben in Deutschland nach dem 07. Oktober 2023 ist. Musikalisch umrahmt wurden die Wortbeiträge durch Musikstücke eines Streichquartetts der Fritz-Busch-Musikschule der Universitätsstadt Siegen unter der Leitung von Jörg Buschhaus.

Die Ausstellung „Chut adom – 100 Rote Bändchen“ zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der Kinder in der Jüdischen Gemeinde Dortmund und macht jüdischen Alltag sichtbar. Die Dortmunder Künstlerin Era Freidzon fotografierte im jüdischen Kindergarten Kinderhände, die basteln, malen, lesen, spielen, kochen, Sport machen, beten oder musizieren. Die Aufnahmen sind jeweils schwarz-weiß – bis auf ein rotes Element: das Chut adom. Diese roten Bändchen, auch „Kabbala-Bändchen“ genannt, sind Glücksbringer und Schutzzeichen gegen den „bösen Blick“. Für Era Freidzon sind die Fotografien ein visuelles Gebet für das individuelle Glück und eine bessere Zukunft für alle Kinder – und dafür, dass jüdisches Leben in Deutschland, trotz allen Widrigkeiten, stattfindet und eine Zukunft hat. Unser Dank gilt daher insbesondere der Künstlerin Era Freidzon. Ferner bedanken wir uns bei KulturSiegen für die tolle Unterstützung bei der Umsetzung der Ausstellung.

Die Ausstellung kann noch bis Sonntag, 08.03.2026 in der Städtischen Galerie Haus Seel in Siegen besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos. Kommen Sie gerne vorbei, ein Besuch lohnt sich!

Sport verbindet Welten – Teilnehmende für „Move & Meet gesucht!

Der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein möchte die lebendige Verbindung nach Israel an die nächste Generation weitergeben. Das Highlight für junge Menschen: „Move & Meet – Sport verbindet Welten“.

Dafür werden junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren gesucht, die sportbegeistert sind und Lust auf ein echtes Abenteuer haben.

Das erwartet die Jugendlichen:

  • Gemeinsam aktiv: In einer deutsch-israelischen Gruppe lernen die Teilnehmenden verschiedene Sportarten kennen.
  • Termine: Die Begegnung findet vom 19.07. bis 26.07.2026 statt, gefolgt von einer optionalen Rückbegegnung bis zum 02.08.2026 in Israel.
  • Völkerverständigung hautnah: Neue interkulturelle Freundschaften und ein großes Sportfest zum Abschluss.

Obwohl sich Jugendliche aus ganz NRW bewerben können, liegt dem Kreisjugendring eine starke Beteiligung direkt aus Siegen-Wittgenstein besonders am Herzen, um die Tradition der Kreispartnerschaft lokal zu verwurzeln.
Anmeldung & Informationen: Geben Sie diese Chance gerne an Ihre sportbegeisterten Familienmitglieder weiter. Für alle Fragen steht Barbara Friedrich beim Kreisjugendring zur Verfügung:

  • Telefon: 0271/673462 35
  • E-Mail: b.friedrich@kreisjugendring.org
  • Details: www.kreisjugendring.org

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Brücke nach Israel auch in Zukunft stabil bleibt!

Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum deutsch-israelische Jugendbegegnung

Ein stolzes Jubiläum wirft seine Schatten voraus: 2026 jährt sich die erste Jugendleiterreise nach Israel zum 60. Mal. Aus diesen ersten Begegnungen im Jahr 1966 entstand die älteste Kreispartnerschaft zwischen einem deutschen und einem israelischen Kreis, zwischen Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer.

Anlässlich dieses 60-jährigen Bestehens plant der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e.V. für den 25. Juli 2026 eine große Jubiläumsfeier. Ziel ist es, die Menschen wieder zusammenzuführen, die diese Brücke über Jahrzehnte hinweg gebaut haben.

Der Kreisjugendring sucht Sie! Waren Sie in den letzten sechs Jahrzehnten als Teilnehmer:in oder Teamer:in bei der Jugendbegegnung mit Emek Hefer dabei?  Dann werden Sie Teil der Alumni-Gemeinschaft bei der Sie:

  • Sich zur Jubiläumsfeier anmelden können
  • Alte Fotografien oder Filmaufnahmen mit uns teilen können
  • Infos zu Projekten wie einer Alumni-Band, oder einem israelischen Kochabend erhalten

Sie können sich nicht nur online, sondern auch gerne telefonisch beim Kreisjugendring registrieren.

Anmeldung bei Barbara Friedrich per E-Mail an b.friedrich@kreisjugendring.org, telefonisch unter 0271/67346235 oder online unter www.kreisjugendring.org. Zum Anmeldeformular geht es hier entlang:

Helfen Sie, diese gemeinsame Geschichte weiterzuschreiben.

Veranstaltungen CJZ Siegerland 1. Halbjahr 2026

Unser Programm für das 1. Halbjahr 2026 ist fertig. Sie dürfen sich auf eine Ausstellung mit Fotografien der Dortmunder Künstlerin Era Freidzon, einen humoristischen Nachmittag mit den Rabbinern Rothschild und Steiman, Lesungen, Vorträge, Zeitzeugengespräche und einen Tanzworkshop freuen. Einen kurzen Überblick finden Sie hier:

Programm_1. HJ 2026_CJZ Siegerland_final

Detailliertere Informationen über Veranstaltungen, die in naher Zukunft liegen, finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungen“.

Bewegende Gedenkstunde zur Erinnerung an die Opfer des Novemberpogroms 1938 am Platz der Synagoge in Siegen

 

200 Menschen haben am 10. November 2025 am Platz der Synagoge in Siegen bei einer Gedenkstunde der Opfer des Novemberpogroms 1938 gedacht. Vor 87 Jahren steckten Männer der Siegener SS und SA in der Mittagsstunde des 10. November die Siegener Synagoge unter den Blicken zahlreicher Schaulustiger in Brand. Das jüdische Gotteshaus wurde vollständig zerstört. Alle jüdischen Männer, derer man habhaft werden konnte, wurden verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Der 10. November 1938 markiert damit das Ende des sichtbaren jüdischen Lebens in Siegen.

Moderiert wurde die Gedenkstunde vom Ev. Vorsitzenden der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V. (CJZ) Pfr. i. R. Raimar Leng. Neben dem Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen Tristan Vitt und Landrat Andreas Müller begrüßte Leng Sylvia Löhrmann, die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur. Landrat Andreas Müller fasste seine zentrale Botschaft mit einem Zitat von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zusammen: „Der Schutz jüdischen Lebens ist Staatsaufgabe und er ist Bürgerpflicht.“ Auch Sylvia Löhrmann fand deutliche Worte. Sie unterstrich, dass Antisemitismus in all seinen Ausprägungen in Deutschland keinen Platz habe und dass jede Bürgerin und jeder Bürger Antisemitismus entschieden entgegentreten müsse, anstatt einfach die Augen zu verschließen. Im Anschluss trugen Vivien Lorenz und Oliwier Slowik, beide ehrenamtlich tätig im Israelaustausch des Kreisjugendrings Siegen-Wittgenstein, ein Gedicht von der Holocaust-Überlebenden Halina Birenbaum und ein Gedicht von Bertolt Brecht vor. Nachdem Alon Sander, jüdischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, das Kaddisch gesprochen hatte, legten die beiden Jugendlichen einen Kranz für die Opfer des Novemberpogroms 1938 am Platz der Synagoge nieder.

Den 07. Oktober nicht vergessen – Mahnwache in Siegen

© Tobias Holzhauer

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V., das Aktive Museum Südwestfalen e. V., die Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein sowie der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e. V. haben am 07. Oktober 2025, dem zweiten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel, eine Mahnwache für die über 1200 Toten und die Geiseln, von denen sich nach zwei Jahren immer noch einige in der Gewalt der Hamas befinden, veranstaltet. Vorgelesen wurden die Namen der Opfer des 07. Oktobers. Wie im Judentum Brauch, legten die Beteiligten für jeden getöteten Menschen einen Stein nieder. Ein Symbol dafür, dass niemand vergessen werden soll. Gleichzeitig galt das Mitgefühl der Teilnehmenden den palästinensischen Frauen, Männern und Kindern, die durch Krieg und Hunger im Gazastreifen oder durch Siedlergewalt im Westjordanland sterben. Die etwa 100 Teilnehmenden waren sich darin einig, dass die Spirale der Gewalt, die für beide Völker so viel Schmerz verursacht hat, beendet werden muss. Die Beteiligten hoffen auf einen sofortigen Waffenstillstand und die Freilassung aller Geiseln, damit die Menschen in Israel und in Palästina in Sicherheit und Frieden leben können. 

Eröffnung der Sonderausstellung „Den Holocaust in Bildern erzählen – Eine Ausstellung zu aktuellen Graphic Novels und Bilderbüchern“ im Aktiven Museum Südwestfalen

Wie erzählt man über den Holocaust in einer Zeit, in der immer mehr Zeitzeug:innen nicht mehr Schulklassen besuchen und von ihren Erlebnissen berichten können? Wie gewinnt man das Interesse von Schüler:innen für die Ereignisse, die Jahrzehnte zurückliegen? Vor allem mit welchen Medien?
Eine Möglichkeit bieten neben Bilderbüchern vor allem Graphic Novels, die Text und Bild miteinander verbinden, mit Leerstellen arbeiten und auch den Lese sowie Sehbedürfnissen junger Menschen entsprechen. Seit den 1980er Jahren entstanden unterschiedliche Bilderbücher und Graphic Novels, die sich verschiedener Narrative bedienen und unterschiedliche Perspektiven auf den Holocaust und das Überleben danach zeigen. Die Ausstellung widmet sich ausgewählten Graphic Novels und Bilderbüchern, um die Bandbreite dessen, was erzählt wird, zu zeigen, aber auch Chancen des grafischen Erzählens zu präsentieren.
Die Ausstellungseröffnung mit Autorenlesung von Stephanie Lunkewitz findet am Samstag, 20. September 2025, um 17 Uhr im Aktiven Museum Südwestfalen, Obergraben 10, statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Ausstellung zeigt das Aktive Museum Südwestfalen in Kooperation mit der Universität Siegen. 

Veranstaltungen CJZ Siegerland 2. Halbjahr 2025

Unser Programm für das 2. Halbjahr 2025 ist fertig. Sie dürfen sich auf Lesungen, eine Tagesfahrt zum NS-Dokumentationszentrum Vogelsang in der Eifel, Vorträge, Konzerte und Theater freuen. Einen kurzen Überblick finden Sie hier:

Programm 2. HJ 2025_CJZ Siegerland

Detailliertere Informationen über Veranstaltungen, die in naher Zukunft liegen, finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungen“. Die im Programm aufgeführte Gedenk- und Erinnerungsfahrt nach Köln am 31.08.25 findet aufgrund von Sperrungen auf der Bahnstrecke von Siegen nach Köln leider nicht statt, soll aber an einem anderen Termin nochmal angeboten werden. Auch der Erwachsenenaustausch für Trainer:innen im Sport mit dem Partnerkreis Emek Hefer (Israel) Ende November/Dezember kann in dieser Form leider nicht stattfinden. 

Sommerfest der CJZ Siegerland

Am 29.06. haben wir zusammen mit unseren Mitgliedern und weiteren an unserer Arbeit interessierten Menschen im und rund um das Ev. Gemeindezentrum Weidenau (Haardter Kirche) unser Sommerfest gefeiert. Das letzte Sommerfest lag bereits etwa 15 Jahre zurück. Daher schien uns die Zeit gekommen, um diese Tradition noch einmal aufleben zu lassen. Neben Kaffee und Kuchen erfreuten sich die etwa 45 Besucher:innen an Kaltgetränken und Grillwürsten. In einem Vortrag informierte Vorstandsmitglied Heiner Giebeler über die vielfältigen Aktivitäten der CJZ Siegerland in den letzten 5 Jahren. An einem Tischflohmarkt hatten die Besucher:innen Gelegenheit, die ein oder andere Rarität gegen eine kleine Spende zu erwerben. Das Musikerduo „Doppelknopf“ aus Siegen umrahmte das Sommerfest musikalisch. Unser besonderer Dank gilt dem Küster der Ev. Kirchengemeinde Weidenau, Christoph Münker, der uns zusammen mit seiner Frau tatkräftig unterstützt hat.

kulturGRÜN unterwegs: Gedenk- und Erinnerungsfahrt nach Köln am 31.08.2025

Herzliche Einladung zur Gedenk- und Erinnerungsfahrt nach Köln, mit einer 90-minütigen Führung im EL-DE Haus (benannt nach seinem Erbauer Leopold Dahmen) und dessen Hausgefängnis, dem ehemaligen Sitz der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und heutigen Gedenkstätte nationalsozialistischer Schreckensherrschaft. Mit über 1.800 Wandinschriften der Häftlinge beherbergt das dort ansässige NS-Dokumentationszentrum – als zentraler Ort der kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus – auch die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“.
„Als zeitgeschichtliches Museum und Gedenkstätte sammeln und bewahren wir Zeugnisse und Lebensgeschichten zur NS-Zeit, wir forschen und machen Ausstellungen. Mit Bildungs-, Beratungs- und Veranstaltungsangeboten richten wir den Blick auch auf die heutige Gesellschaft, wollen informieren und sensibilisieren. Gegenüber den Opfern der NS-Verfolgung und ihren Angehörigen sehen wir uns in besonderer Verantwortung”.
Sitz des NS-DOK ist die ehemalige Gestapo-Zentrale im EL-DE-Haus, mitten in Köln. In den Gefängniszellen im Kellergeschoss führen hunderte Wandinschriften der Häftlinge den nationalsozialistischen Terror eindrücklich vor Augen. Die in diesen Spuren dokumentierte und einst vom Haus aus organisierte Gewalt macht das NS-DOK begreifbar. Es stellt die vielfältigen Verflechtungen von städtischem Alltag und Verfolgung in den Mittelpunkt, aus denen sich auch Fragen nach dem Wissen und Handeln, dem Zustimmen und Mitmachen „ganz gewöhnlicher“ Kölner:innen ergeben.  
In Köln wurden auch die ersten Stolpersteine von Gunter Demnig verlegt. Inzwischen sind diese mehr als 100.000 Stolpersteine in 27 Ländern das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Sie erinnern an Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, ermordet oder zum Suizid getrieben wurden. Von einem Mitarbeiter der „WDR-Stolpersteine-App“ werden wir mehr über die Geschichte und die aktuelle Entwicklung dieses Projekts und über die App selbst erfahren, die 2023 mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet wurde. Mit dieser App folgen wir Teilen der Gedenk- und Erinnerungsspuren vom Bahnhof Deutz aus durch die Kölner Innenstadt zum EL-DE-Haus. Fußweg ca. 2 km und 45 Minuten.

Der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen in Siegen sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. bieten diese Fahrt in Kooperation an. Letztere stellt an diesem Tag auch ihre wichtige Arbeit in unserer Region vor. 

Start: Sonntag, 31.August, um 11:10 Uhr mit der Bahn ab Siegen Bahnhof; Rückkehr um ca. 20 Uhr. Um ausreichend Zeit für den Kauf der Tickets zu haben, treffen wir uns am Sonntagmorgen um 10:30 Uhr vor dem Eingang des Bahnhofs in Siegen.
Der Stadtverband von Bündnis 90 / Die Grünen in Siegen übernimmt die Eintrittspreise; die Fahrkarten und Verpflegung müssen selbst bezahlt werden.
Hinweis: Für die App benötigen die Teilnehmenden ein Smartphone und mobile Daten.
Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte bis spätestens 22. August (Anmeldeschluss!) per E-Mail bei Ingeborg Otterbach zur Teilnahme an: stadtverband@gruene-siegen.de.

Dietrich Bonhoeffer – Leben und Werk. Ergänzt durch Biographien verfolgter Siegerländer Pfarrer

Am Samstag, 10.05.25, wird um 16 Uhr im Aktiven Museum Südwestfalen eine neue Sonderausstellung zu Dietrich Bonhoeffer eröffnet. Die Ausstellung dokumentiert wichtige Lebensstationen des evangelischen Theologen und enthält Zitate von Dietrich Bonhoeffer sowie seinen Wegbegleitern – von der Geburt in Breslau über seine Reisen nach New York oder Südamerika bis hin zu seiner Inhaftierung und Hinrichtung.
Dietrich Bonhoeffer wurde nur 39 Jahre alt. Der evangelische Theologe arbeitete als Pfarrer in Berlin und London und kritisierte bereits 1933 die Ausschreitungen der Nationalsozialisten gegen Jüdinnen und Juden. Er gehörte zur „Bekennenden Kirche“, die sich gegen die Gleichschaltung der Kirchen an das NS-Regime zu wehren versuchte. Als Mitglied des militärisch-politischen Widerstands bemühte sich Bonhoeffer um Kontakte ins Ausland. 1943 wurde er festgenommen und nach Aufenthalten in verschiedenen Gefängnissen im April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet.
Die Ausstellung des Evangelischen Presseverbands für Bayern e.V. (EPV) wird in Kooperation des Aktiven Museums Südwestfalen mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V. und der Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis-Siegen-Wittgenstein bis zum 06.07.2025 im Aktiven Museum Südwestfalen, Obergraben 10, in Siegen zu sehen sein. Der Eintritt ist kostenfrei. Zur Eröffnung wird Pfr. i. R. Raimar Leng (Ev. Vorsitzender CJZ Siegerland e. V.) in einem einführenden Vortrag Dietrich Bonhoeffers Weg über den Pazifismus in den aktiven Widerstand gegen das NS-Regime – Aspekte einer außergewöhnlichen Biographie nachzeichnen. Der Vortrag mit anschließender Diskussion zeichnet die Stationen dieses Weges nach. Ungeahnte Aktualität gewinnt dieses Thema nicht zuletzt durch den jüngst erschienenen Kinofilm „Bonhoeffer“. Der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Todd Komarnicki setzt sich mit diesem Film eindeutig über biographische und historische Fakten hinweg und leistet so der Vereinnahmung Dietrich Bonhoeffers durch rechtsevangelikale Kräfte Vorschub. Die Veranstaltung ist kosten- und anmeldefrei.