Januar 2018

Unsere Veranstaltungen im Januar 2018

22.01. bis 26.01.

Zeitzeugenbesuch von Frau Dr. Michaela Vidláková (Prag)
in Schulen und bei Jugendeinrichtungen

Bereits seit vielen Jahren besucht Frau Vidláková das Siegerland, um eindrücklich von Ihrer Zeit im Ghetto Theresienstadt zu berichten. Seit Monaten sind ihre Termine in diesem Jahr ausgebucht.

Drei Veranstaltungen, zu denen Sie herzlich eingeladen sind, sind in diesem Jahr öffentlich:
Montag, 22. Januar, 19 Uhr im Buschhüttener Jugendtreff,
Bottenbacher Str. 17, Kreuztal
Dienstag, 23. Januar, 18 Uhr im Ev. Gemeindehaus der Kirchengemeinde Kaan-Marienborn,
Augärtenstr. 4, Siegen
Freitag, 26. Januar, 16 Uhr am Unteren Schloss im Raum US-A120, Siegen

 


Samstag, 27.01., 15 Uhr

Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

Begrüßung: Bürgermeister Walter Kiß
Ansprache: Pfr. Raimar Leng
Mitwirkung des Jugendtreffs Glonk und des CVJM Posaunenchor Buschhütten
Mitveranstalter: Stadt Kreuztal
Ort: Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld
Mitveranstalter: Stadt Kreuztal  

Februar 2018

Unsere Veranstaltungen im Februar 2018

Sonntag, 11. Februar, 15 bis 17.30 Uhr

4. Jüdisch-Christliches Lehrhaus

Was ist Gematrie?
Das Beispiel der Rätselzahl 666 in Apk 13, 18

Referent: Pfr. i.R. Matthias Weissinger

„Gematria“ ist eine der rabbinischen Schriftauslegungsregeln. Sie soll im Lehrhaus verständlich erklärt und erläutert werden. Ihre Technik wird auch im letzten Buch des NT – beim „eigentlichen Geheimnis dieses Buches“ – angewendet: Buchstaben wie das „A und O“ bzw. „Alef und Taw“ (hebräisch) sind auch als Zahlen zu lesen. So können dunkle Stellen erhellt und alte Rätsel wie das der Zahl 666 umfassend textgemäß und auch für Laien nachvollziehbar gelöst werden.

Ort: EFG Weststraße, Weststraße 11, Siegen

 


 

Samstag, 17. Februar, 9 bis ca. 16.30 Uhr (Rückfahrt)

Tagesfahrt zur Bundeskunsthalle in Bonn
Besuch der Ausstellung
„Bestandsaufnahme Gurlitt“ – Der NS-Kunstraub und die Folgen

Im November des letzten Jahres wurde diese Fahrt zum ersten Mal angeboten. Da sie sehr großen Zuspruch erhalten hat und auch bei den Teilnehmern gut angekommen ist wird die Fahrt noch einmal in ähnlicher Weise angeboten.
Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist die Zahl der Angemeldeten schon wieder beachtlich!

Zum Inhalt:
Unter dem Titel „Bestandsaufnahme Gurlitt“ – Der NS-Kunstraub und die Folgen – zeigt die Bonner Ausstellung, mit ca. 250 Exponaten, vor allem jene Arbeiten, die in enger Verbindung mit dem ‚NS-Kunstraub’ stehen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der wachsenden Entrechtung und Diskriminierung insbesondere der jüdischen Künstler, Sammler und Kunsthändler. Ihre Schicksale werden in einer Reihe von biografisch angelegten Beispielen visualisiert. In zwei Gruppen werden wir 90 Minuten durch diese Sonderausstellung geführt. Im Vorfeld und im Anschluss der Führungen bleibt genügend Zeit, um sich noch intensiver mit den ausgestellten Dokumenten und Werken zu beschäftigen. Die Mittagspause werden wir im Café des Kunstmuseums einlegen. Im Bus können Sie Ihre Speisen auswählen. Außer dem „Kunstmuseum“ können Sie auch die aktualisierte Dauerausstellung ‚Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945‘ im „Haus der Geschichte“ in Bonn besuchen. Beide Institutionen liegen in der Nähe der Bundeskunsthalle. 

Treffpunkt: P+R gegenüber der Siegerlandhalle
Anmeldung bis 12.2. unter 0271-21624 (Herr Weber) oder per Mail info@kunstverein-siegen.de
Kosten (Bus, Eintritt, Führung): 35 € (für Mitglieder des Kunstvereins/der CJZ: 30 €;
                                                                               für Schüler und Studenten: 25 €)


  

 28. Februar bis 25. März

Anne-Frank-Ausstellung
„Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“

Die Ausstellung wird von diversen Veranstaltungen begleitet. Bitte achten Sie auf das Programmheft mit dem kompletten Veranstaltungsprogramm, das zu gegebener Zeit auch im Büro und an diversen anderen Orten ausliegt.
Die Ausstellung wird von vielen Institutionen getragen.
Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Steffen Mues haben die Schirmherrschaft übernommen.

Veranstaltungsort in der Regel:
Die Sparkassen im Kreis Siegen-Wittgenstein,
Kundenzentrum der Sparkasse Siegen, Morleystr. 2, Siegen

März 2018

Unsere Veranstaltungen im März 2018

Woche der Brüderlichkeit 2018
Thema: „Angst überwinden – Brücken bauen“

Sonntag, 04. März, 16 Uhr

Eröffnung der Ausstellung
„Angst überwinden – Brücken bauen“
mit Arbeiten des Künstlers Viktor Naimark (Frankfurt)

Schirmherr der Woche der Brüderlichkeit: Landrat Andreas Müller

Begrüßung: Werner Stettner (kath. Vorsitzender der Gesellschaft)
Ansprachen: 1. stv. Bürgermeister Jens Kamieth
                           Landrat Andreas Müller
                         
Der Künstler spricht zur Ausstellung.

Ort: Städtische Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag, 14-18 Uhr, Sonntag und an Feiertagen 11-13 und 14-18 Uhr
Die Ausstellung wird bis zum 02. April 2018 gezeigt.

Mitveranstalter: Kultur Siegen 

 

Über den Künstler:
Architektur ist ein wichtiges und oft auch formal bildbestimmendes Element in der Arbeiten Viktor Naimarks, der nicht nur Malerei, Grafik und Bildhauerei, sondern auch Architektur an der renommierten Sankt-Petersburger Repin-Kunstakademie studiert hat.
In seinen Kunstwerken dient ihm die Architekturdarstellung jedoch nicht nur als formale bildaufbauende Konstruktion, sondern ist inhaltliches Bildmittel. Der Künstler zeigt uns eine neue, hinter der sichtbaren Wirklichkeit verborgene Realität. Er schaut hinter Fassaden und öffnet Fenster, um den Blick des Betrachters auf das zu lenken, was er als Beobachter und Erzähler wiedergibt: die menschliche Existenz in all ihren gegensätzlichen Facetten.
Naimark versteht es, dem Betrachter die Verbindung des Phantastischen mit dem Realen auf poetische Art und Weise nahezubringen. Mit der Fähigkeit des genauen Betrachtens, aber auch des Tagträumens erzählt er in seiner dichterischen, philosophischen und manchmal auch melancholischen Bildsprache Geschichten und Erlebnisse des menschlichen Lebens, die dem Betrachter Offenheit und Verletzlichkeit sichtbar darlegen und ihn dadurch direkt in das Bildgeschehen einbeziehen. Das Moment des Suggestiven in den Bildern lädt den Betrachter zu Assoziationen ein. Viktor Naimark wendet verschiedene Techniken an, um seinen Kunstwerken die ihnen eigene atmosphärische Dichte zu verleihen. Doch ganz gleich, mit welcher Technik er arbeitet, immer scheint die vielseitige, fundierte Ausbildung deutlich durch. Seine Ölgemälde, Collagen und Aquarelle sind von flächiger Transparenz. Prismenartig aufgefächerte Farbflächen sind von intensiv leuchtendender Farbigkeit geprägt. Sie besitzen Leichtigkeit und dennoch Tiefe und Plastizität.

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Donnerstag, 08. März, 19 Uhr

Nationalsozialismus und Holocaust in der Siegener Erinnerungskultur
Eine Bestandsaufnahm
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Rahmenprogramm zur Anne-Frank-Ausstellung

Vortrag von Dieter Pfau

Die Frage nach dem angemessenen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und dem Holocaust stellt sich nun bereits für die dritte und vierte Generation Siegener Bürgerinnen und Bürger. Diese Erinnerungskultur hat sich in mehr als sechzig Jahren grundlegend gewandelt. Erläutert wird der Entwicklungsprozess von der Errichtung des ersten Gedenksteins für die jüdischen Opfer auf dem Hermelsbacher Friedhof 1951 bis zur Erweiterung des Aktiven Museums Südwestfalen 2018.

Ort: Die Sparkassen im Kreis Siegen-Wittgenstein, Kundenzentrum der Sparkasse Siegen, Morleystr. 2, Siegen

Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V.

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Dienstag, 13. März, 19 Uhr

Überleben im Holocaust –  Die Kinderoper Brundibár

Rahmenprogramm zur Anne-Frank-Ausstellung und zur Woche der Brüderlichkeit

Vortrag von Dr. Jens Aspelmeier

Holocaust und nationalsozialistische Verbrechen sind im Spannungsfeld von emotionaler Nähe zum Thema und zeitlicher Distanz zu den historischen Ereignissen von jeder Genration wieder neu auszubuchstabieren. Im Vortrag wird dazu erstens die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der von den Nazis zu Propagandazwecken missbrauchten Kinderoper Brundibár im Ghetto/KZ Theresienstadt vorgestellt. Vor allem vermittelt diese Aufführungsgeschichte – bei aller mit den Einzelschicksalen vieler historisch Beteiligter verbundenen Tragik – eine positive Botschaft für die aktuelle Generation der Jugendlichen: Die Kraft der Gemeinschaft im Musizieren und der damit verbundene tiefere Sinn für das (Über-)Leben setzte den nicht nur musikalischen Kontrapunkt zum Wahnsinn des menschenverachtenden KZ-Alltags – sie half insbesondere die Ängste der Kinder im grausamen Lageralltag zu überwinden. Die Projektpräsentation im zweiten Teil zeigt, wie 200 Schüler des Ev. Gymnasiums Siegen-Weidenau und der Musikschule der Stadt Siegen in einer musikalisch-historischen Spurensuche zum Holocaust ihre Form der Erinnerung an die Kinderoper gefunden haben und dabei die Kraft, des eigenen Musizieren – freilich in ganz anderen Zeiten, dennoch im Kern ähnlich – durch die erarbeitete Aufführung erleben konnten.

Ort: Städtische Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen

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Dienstag, 20. März, 19 Uhr

Die Franks aus Weidenau
Szenen, Bilder und Geschichten rund um das Schicksal einer Siegener Kaufmannsfamilie

Rahmenprogramm zur Anne-Frank-Ausstellung

Leitung: Peer Ball, Heike Siebel, Traute Fries

Inge Frank, geboren 1922 in Weidenau, Altersgenossin von Anne Frank, war die Tochter des Kaufmanns Samuel Frank. Ihr Vater war sehr angesehen in der Gemeinde. Er war Weltkriegsteilnehmer, Patriot, konservativ, „erst kaisertreuer Deutscher, dann Jude“. Sie verbringt eine unbeschwerte Kindheit in Weidenau, wird Schülerin am Lyz. Nach 1933: Inge erleidet zusammen mit Vater Samuel, Mutter Paula und den Geschwistern Ruth und Manfred erst Diskriminierung, dann Entrechtung und Verfolgung. Die Geschwister können fliehen, Inge bleibt bei den alten Eltern – bis zur Deportation und Vernichtung. Die Geschichte von Inge Frank aus Weidenau und ihren Eltern ist wie die von Anne Frank aus Amsterdam eine Opfergeschichte – aber auch eine Geschichte von Lebensmut, Widerstand im Alltag, von kleinen Fluchten und von Solidarität. Sie wird im Rahmen einer szenischen Lesung erzählt, anhand zum Teil noch nicht veröffentlichter Dokumenten und Bildern. Erzähler sind Mitglieder des Jugendensembles von „Junges Theater Siegen“.

Ort: Die Sparkassen im Kreis Siegen-Wittgenstein, Kundenzentrum der Sparkasse Siegen, Morleystr. 2, Siegen

Mitveranstalter: Junges Theater Siegen und Aktives Museum Südwestfalen e.V.

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Donnerstag, 22.03., 19 Uhr

„Die ganze Welt ist eine schmale Brücke“ (R‘ Nachman)
Geschichten der Chassidim

vorgetragen von Werner Stettner (katholischer Vorsitzender) und
Alon Sander (jüdischer Vorsitzender)

Der Chassidismus entstand Anfang des 18. Jahrhunderts, in besonders schwierigen Zeiten für die Juden in Osteuropa. Die ‚Frommen‘ wendeten sich mehr und mehr der Lehre der Schriften, einem hohen moralischen Anspruch und einem persönlichen und gemeinschaftlichen Gotteserlebnis zu. Dies beruht auch auf der Mystik der Kabbala und drückt sich in Musik und Tanz aus.
In der Mitte des chassidischen Lebens steht der Rabbi, ein Zaddik (Gerechter) der seiner Gemeinde die chassidischen Lehren im Form von Erzählungen und Gleichnissen beibringt. Diese Erzählungen sind ein Spiegel dieser Welt. Vorsichtig und überlegt, melancholisch und von Armut und Gefahren zeugend, sind die Geschichten aber auch spannend, klug und voller  Lebensfreude!

                                                                                                
Ort: Städtische Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen

 
 

April 2018

Unsere Veranstaltungen im April 2018

Dienstag, 17. April, 19 Uhr

Ärzte im Nationalsozialismus
Wie die Medizin ihre Unschuld verlor und Ärzte zu Tätern und Opfern wurden

Vortrag von Jens Christian Schmidt

Herr Jens Christian Schmidt, Facharzt für Radiologie, beschäftigt sich seit langem mit der Zeit des Nationalsozialismus und den Verbrechen im Zusammenhang mit Holocaust und Euthanasie-Programm, wo Ärzte maßgeblich involviert waren.
Mit seinem Vortrag möchte er aufzeigen, wie die Medizin vom Aufschwung der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts in Deutschland zu einem menschenverachtenden und menschenvernichtenden Instrument des Hitler-Regimes verkam und wie die damit verbundenen Greueltaten bis heute Einfluss auf das Wirken der Mediziner haben. Hierbei werden sowohl Opfer als auch Täter in den Reihen der Mediziner vorgestellt und deren Schicksal beleuchtet.
                                                                                                                                     
Ort: Büro der CJZ, Häutebachweg 6, Siegen

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Mittwoch, 25. April, 19.30 Uhr

Mitgliederversammlung

Ort: Katholische Hochschulgemeinde, Häutebachweg 5, Siegen

 

 

Mai 2018

Unsere Veranstaltungen im Mai 2018

Montag, 07.05., 19 Uhr

„Jerusalem als Sehnsuchtsort aus jüdischer Perspektive“


Vortrag von Rabbiner Baruch Babaev, Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund

Im Zuge der kürzlich entfachten Debatten über das Schicksal Jerusalems spricht Rabbiner Babaev – Gemeinderabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund – über Bedeutung der Stadt für das jüdische Volk. Dabei stütz er sich mancherorts auf die Heilige Schrift. Zugleich unternimmt er den Versuch die Jahrtausend lange Geschichte Jerusalems von ihrer Gründung bis in die Gegenwart zusammenzufassen.
Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Deutsche im Heiligen Land“ 
                              
Veranstalter der Ausstellung: Ev. Nikolai-Kirchengemeinde Siegen in Verbindung mit dem Jerusalemsverein

Ort: Gemeindehaus der Ev. Nikolaikirche, Pfarrstr. 2, Siegen

 

Juni 2018

Unsere Veranstaltungen im Juni 2018

 

Sonntag, 10.06., 15.15 bis ca. 18.30 Uhr

Benefiz-Geburtstagsfest anlässlich der Staatsgründung Israels 1948

z.B. mit dem Erzählkünstler und musikalischen Zauberer Alex Jacobowitz (Berlin) und Keren Hayesod

Informationen über Keren Hayesod:
Keren Hayesod (der Stiftungsfond) wurde 1920 in London gegründet und diente der Sammlung der im Nachgang zur Balfour Deklaration von 1917,  für den Aufbau eines jüdischen Heimatlandes erforderlichen Geldmittel. Der Keren Hayesod wurde der Herausforderung gerecht, die Grundlagen für die meisten der lebenswichtigen Bereiche einer sich entwickelnden Gesellschaft zu schaffen: Wirtschaft, Fremdenverkehr, Landwirtschaft, Industrie, Kultur  und die Eingliederung von Einwanderern. Zu den wichtigsten Erfolgen des Keren Hayesod gehören die Gründung der Luftfahrtgesellschaft El Al, der Schifffahrtsgesellschaft ZIM und der Bank Leumi.
1956 ratifizierte die Knesset das Gesetz des Keren Hayesod, das die Aufgaben des Keren Hayesod nach der Gründung des Staates Israel festlegte und ihn ermächtigte, „die Stärkung des Staates Israel, die Heimführung der im Exil Lebenden und der Vereinigung des jüdischen Volkes“ zu fördern.
Bis heute wirkt der Keren Hayesod im Sinne seiner im Jahr 1920 bekanntgegebenen Gründungserklärung: „Der Schlüssel liegt in den Händen des jüdischen Volkes“ und rief zur „Selbstbesteuerung in der edlen jüdischen Tradition der Abgabe des Zehnten“ auf.
Die hauptsächlichen Ziele des Keren Hayesod bestehen in der Rettung von Juden aus Gefahrenzonen, der Einwanderung und der Eingliederung der Einwanderer. In den 90er Jahren alleine konnte eine Million neuer Einwanderer mit Hilfe des Keren Hayesod in Israel ein besseres Leben beginnen.
Seit der Gründung des Staates Israel brachte der Keren Hayesod, mittels der Jewish Agency, fast 3 Millionen Einwanderer nach Israel und ermöglichte deren Eingliederung; er errichtete 800 landwirtschaftliche Siedlungen, schuf 1300 Sozialprojekte, sanierte 90 heruntergekommene Wohngegenden und Entwicklungsstädte, betreute und bildete 300.000 benachteiligte Jugendliche durch die Jugendalijah aus und half bei der Förderung einer jüdischen Erziehung für Tausende von Kindern auf der ganzen Welt.

Ort: ev. Martini-Kirche, Grabenstr. 27, Siegen

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Montag, 18.06., 19 Uhr

Carl von Ossietzky
Journalist, Schriftsteller, Friedensnobelpreisträger und Mordopfer

Vortrag von Peter Schmöle

Carl von Ossietzky wurde am 3. Oktober 1889 in Hamburg geboren. 1907 wurde er Hilfsschreiber am Hamburger Amtsgericht. Später wird er Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft. Vor dem ersten Weltkrieg arbeitet Ossietzky für die Zeitschrift: Das freie Volk. 1919 wird Ossietzky Generalsekretär der Deutschen Friedensgesellschaft. Er arbeitet am Tagebuch und an der Zeitschrift Montag Morgen mit. 1926 wird er Mitarbeiter der Weltbühne und nach Siegried Jakobsons Tod, Chefredakteur derselbigen Zeitung und enger Freund von Kurt Tucholsky. Ossietzky schreibt über das Aufkommen der deutschen Rechten, ihre Verbrechen und ihre Legenden (Dolchstoßlegende). Aufgrund wiederholter Kritik am Militär wird Ossietzky immer wieder zu Geld und Gefängnisstraßen verurteilt. Am 28. Februar 1933, am Tage des Reichstagbrandes wird Ossietzky von der Naziregierung verhaftet und in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert und gequält. Ende des Jahres 1936 erhält Ossietzky den Friedensnobelpreis, darf nicht ausreisen und den Nobelpreis entgegennehmen.
Nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises wird er aus dem KZ entlassen, stirbt am 4. Mai 1938 an den Folgen der erlittenen Qualen. Ossietzky gehört zu einem der bekanntesten Publizisten der Weimarer Republik.
                                                                                                                                                                          
Ort: Büro der CJZ, Häutebachweg 6, Siegen

Juli 2018

Unsere Veranstaltungen im Juli 2018


Erwachsenenaustausch mit Emek Hefer (Israel)
im Sommer/Herbst 2018
Gastgeber gesucht

 

Information für Mitarbeitende in Kindertageseinrichtungen

Für die Zeit vom 13. bis 20. Juli 2018 ist der Besuch israelischer Gäste aus dem Partnerkreis Emek Hefer im Kreis Siegen-Wittgenstein geplant. Gesucht werden Gastgeber aus Siegerland und Wittgenstein.

Sie sollten in einer Kindertageseinrichtung beschäftigt sein und (nach Möglichkeit) Interesse daran haben in den Herbstferien (12. bis 19. Oktober) einer entsprechenden Einladung nach Israel zu folgen.
Neben dem Kennenlernen des Kreises Emek Hefer und der örtlichen Kita-Arbeit steht ein 2-tägiger Aufenthalt in Jerusalem, der Besuch der Stadt Caesarea und eines drusischen Dorfes auf dem Programm. Die Kosten des Aufenthalts in Israel betragen ca. 1.000 €.

Während des Aufenthalts in Siegen werden wir die örtliche Kita-Arbeit (Theorie und Praxis), die Stadt Siegen und den Kreis Siegen-Wittgenstein näher kennenlernen. Außerdem steht eine Tagesfahrt nach Köln auf dem Programm.

Die Reise wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. organisiert und im Auftrag des Kreises Siegen-Wittgenstein durchgeführt.

Englischkenntnisse sind von Vorteil.

Interessenten können sich melden bei Frau Grindel, Tel. 0271-20100 oder unter
cjz.siegerland@t-online.de.

Sprechzeiten:
Montag                                              10-15 Uhr
Dienstag und Mittwoch                   8.30-12.30 Uhr
Donnerstag                                        11-17 Uhr

Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen!

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.

 

August 2018

Unsere Veranstaltungen im August 2018

In diesem Monat haben wir leider keine Veranstaltungen.

Wir wünschen allen eine schöne Ferien- und Sommerzeit mit guter Erholung!!!

September 2018

Unsere Veranstaltungen im September 2018

 

Dienstag, 18.09., 18.30 Uhr

Verhaftet, deportiert, überlebt und das Leben danach
Das Kriegstrauma, welches nie aufhört Bericht zweier jüdischer Generationen


Gäste: Holocaustüberlebende Frau Anita Lasker-Wallfisch und Tochter Frau Marianne Jacobs-Wallfisch (London)
Begrüßung: Landrat Andreas Müller
Musik von Gérman Prentki, (Cellist der Philharmonie Südwestfalen)

Ort: EFG Weststraße, Weststr. 11, Siegen

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Mittwoch, 26.09., 18 Uhr bis 20 Uhr

Jüdisch-Christliches Lehrhaus
„Was ist denn wirklich `antisemitisch´?“


mit Pfr. i.R. Matthias Weissinger
„Im Bild des Juden, das die Völkischen [hier: die Nazis] vor der Welt aufrichten, drücken sie ihr eigenes Wesen aus. Ihr Gelüste ist ausschließlicher Besitz, Aneignung, Macht ohne Grenzen, um jeden Preis. Den Juden, mit dieser ihrer Schuld beladen, als Herrscher verhöhnt, schlagen sie ans Kreuz, endlos das Opfer wiederholend, an dessen Kraft sie nicht glauben können.“ // „Der nazistische Antisemitismus . wäre ohne die fast zweitausendjährige Vorgeschichte des ‚christlichen‘ Antisemitismus . unmöglich gewesen.“
Rund um solche Spitzensätze der jüdischen Denker Theodor W. Adorno u. Max Horkheimer (aus: „Dialektik der Aufklärung“) sowie des christlichen Theologen Hans Küng (aus: „Die Kirche“) soll ein „begrifflicher“ Überblick über die soziologische Antisemitismus-Forschung zusammen mit theologisch „inhaltlichen“ Themen (aus sog. „abendländisch, christlich-jüdischer Tradition“) gegeben werden.
Mit anschließender Aussprache.                                                                                                                        (Text: Referent)

Ort: Haus der Kirche, Burgstr. 21, Siegen

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Donnerstag, 27.09., 18 Uhr

 

In Memoriam Klaus Dietermann
Siegener Nationalsozialismus- und Holocaust-Forscher und Gründer des Aktiven Museums Südwestfalen


Ansprachen: 1. stv. Bürgermeister Jens Kamieth und Prof. Manfred Zabel
Übergabe der Gedenkbroschüre

Ort: Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen

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Sonntag, 30.09., 18.30 Uhr

Sukkotfeier (Laubhüttenfest)


Jeder Gast bringt etwas Essbares und etwas zum Schmücken mit.
Anmeldung bis 24.09.18 unter cjz.siegen@t-online.de erforderlich!
Es werden nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften gebildet.
Ort: im Garten unseres jüdischen Vorsitzenden Alon Sander (Sauerland)

 

Oktober 2018

Unsere Veranstaltungen im Oktober 2018

In der Zeit vom 12. bis 19.10.18 findet unser Besuch im Kreis Emek Hefer, Israel im Rahmen unseres Erwachsenenaustauschs statt.
Nähere Informationen dazu finden Sie in der Rubrik „Aktuelles“.

02.08.18:
Zur Zeit ist die Reise ausgebucht. Eine Vormerkung auf der Warteliste ist möglich.

 

 

 

 

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In der Zeit vom 13.10. bis 24.10. findet eine Studienrundreise im Balkan auf jüdischen Spuren statten.
Reiseleiter: jüdischer Vorsitzender der Gesellschaft, Alon Sander

November 2018

Unsere Veranstaltungen im November 2018

 

Dienstag, 06.11., 18.30 Uhr
Verschwörungstheorien – New World Order, Chemtrails und Holocaustleugnung
Wie antisemitische Verschwörungsmythen die Welt verklären


Vortrag von Jan Rathje (Amadeu-Antonio-Stiftung, Hannover)
Verschwörungserzählungen begleiten auch die aktuellen Krisen. Als „Lügenpresse“ und „Volksverräter“ Vorwürfe begegnet man ihnen auf Demonstrationen der aktuellen rechtsextremen Bewegungen, in ihren „alternativen“ Medien und den Sozialen Netzwerken. Die Anhängerinnen und Anhänger von Verschwörungsideologien und –mythen machen auf diese Weise deutlich, dass es sich bei den zugrundeliegenden Erzählungen eben nicht ausschließlich um Unterhaltung handelt. Antidemokratische Inhalte sind mitunter kennzeichnend. Demokratisches Gedankengut wird häufig in Frage gestellt. Dabei besteht eine enge Wesensverwandtschaft zum Antisemitismus.
                                                                                                                                                                                            (Text: Referent)

Ort: Katholische Hochschulgemeinde Siegen, Häutebachweg 5, Siegen

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Donnerstag, 08.11., 18.30 Uhr
Linker Antisemitismus


Vortrag von Dr. Stephan Grigat (Wien)
Sind Spekulanten „Heuschrecken“? Und betreibt Israel eine „Vernichtungspolitik gegen die Palästinenser“? Oder zeigt sich in solchen Aussagen, dass die linksgerichtete Öffentlichkeit nicht nur eine antisemitische Schlagseite hat, sondern in einigen ihrer Ausprägungen ein handfestes Antisemitismusproblem? Der Vortrag soll zeigen, inwiefern bestimmte Formen des Antikapitalismus den Antisemitismus befördern, wie er sich im Hass auf den jüdischen Staat und in der Kollaboration mit dem Islamismus darstellt, wie sich die linksgerichtete Öffentlichkeit gegenüber dem Antisemitismus historisch positioniert hat und warum die Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx notwendig ist.                                                                                                                                                                              (Text: Referent)

Ort: Vortragsraum der VHS, R 1.05, KrönchenCenter, Markt 25, Siegen

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Freitag, 09.11., 16 Uhr
Gedenkstunde am Platz der Synagoge


Ansprachen: Bürgermeister Steffen Mues und Yoni Scherzer (Emek Hefer, Israel)
Kaddisch: Alon Sander
Beteiligung israelischer SchülerInnen aus dem Kreis Emek Hefer

Ort: Platz der Synagoge, Obergraben 10, Siegen

Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V.

 

Ab 18 Uhr
Szenische Aufführung „Familie Frank aus Weidenau“
Rathaus Siegen, Markt 2
Junges Theater Siegen e.V.

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Montag, 12.11., 18.30 Uhr
Die unheimliche Popularität der Israelkritik


Vortrag von Alex Feuerherdt (Köln)
27,9 Prozent der Deutschen vertreten einer Umfrage zufolge die Ansicht: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ Genauso viele glauben: „Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“ Gar 40 Prozent meinen: „Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser.“ Als sich Israel im Sommer 2014 einmal mehr gegen den Raketenterror der Hamas verteidigen musste, kam es in deutschen Städten zu großen Aufmärschen, auf denen Parolen wie „Kindermörder Israel“ und „Jude, Jude, feiges Schwein“ gerufen wurde und es zu tätlichen Angriffen auf Gegendemonstranten kam. Die Polizei griff zumeist nicht ein.In deutschen Schulbüchern für das Unterrichtsfach Geschichte finden sich Sätze wie: „Israel stellt tagtäglich seine Überlegenheit als Besatzungsmacht demonstrativ zur Schau, indem es palästinensische Häuser zerstört, palästinensischen Grund und Boden beschlagnahmt, die Palästinenser demütigt und ihnen unmenschliches Leid zufügt.“ Sowohl die NPD als auch die Grünen – die sich sonst spinnefeind sind – reichten parlamentarische Anträge ein, in denen eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus den israelischen Siedlungen gefordert wurde. Die EU-Kommission hat diese Kennzeichnungspflicht inzwischen beschlossen; sie gilt ausschließlich für israelische Erzeugnisse. Deutsche Medien veröffentlichen Karikaturen, die den israelischen Premierminister als Giftmischer zeigen, und auf Spiegel Online steht zu lesen, er führe „die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs“. Die sogenannte Israelkritik ist populär – man könnte sagen: geradezu unheimlich populär –, in der Bevölkerung, in der Politik, in den Medien. Zwar versäumt es kaum jemand, Israel mit großer Geste ein Existenzrecht zuzusprechen – doch in der Praxis bleibt davon nicht viel übrig, wenn dem jüdischen Staat de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. Aber warum ist das so? Was treibt die „Israelkritiker“ an? Und was wollen sie erreichen?                                                                                                                               (Text: Referent)

Ort: Gemeindehaus ev. Martini-Kirchengemeinde; St.-Johann-Straße 7, Siegen

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Mittwoch, 14.11., 9 bis 17 Uhr
„Antisemitismus in der Schule“ – ganztägige LehrerInnenfortbildung


Referenten: Manfred Levy und Dr. Türkân Kanbicak pädag. Zentrum des Fritz-Bauer-Instituts Frankfurt a.M.

Anmeldung unter cjz.siegen@t-online.de erforderlich!
Anmeldeschluss: 07.11.2018.
Kostenbeitrag: 10 €

Ort: Ev. Gemeindezentrum
Rödgen, Rödgener Str. 109a, Wilnsdorf

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Donnerstag, 22.11., 19 Uhr
Im Einsatz für individuelle/soziale Menschenrechte und kulturelle Autonomie des Jüdischen Volkes
Die Geschichte des „Jüdischen Arbeiterbundes“


Vortrag von Peter Schmöle (Köln)
Der „Allgemeine jüdische Arbeiterbund“ (Bund) entstand aus den jüdischen Gilden und Handwerksvereinen die unter elenden Bedingungen in Osteuropa lebten. Ganze Familien teilten sich ein Bett, die anderen schliefen auf Fußböden, litten Hunger und waren in Lumpen gekleidet. In politischen und wirtschaftlichen Krisensituationen hetzten die zaristischen Regierungen die Bevölkerung zu Pogromen auf. Die Juden Osteuropas durften sich nur in bestimmten Gebieten ansiedeln, die Berufswahl war eingeschränkt. Sie wurden doppelt diskriminiert als „Juden und Arbeiter“.

Die jüdischen Handwerker schlossen sich zusammen, gründeten Hilfskassen und Gewerkschaften und eine politische Partei die zeitweise innerhalb und außerhalb der Sozialdemokratischen Partei Russlands arbeitete, Streiks und Demonstrationen organisierte und eine eigene Kultur (Musik, Theater und Literatur) entwickelte. Die „jiddische“ Sprache wurde als verbindendes Element eingesetzt.

Diese Welt wurde durch den deutschen Faschismus zerstört. An sie zu erinnern, dazu soll dieser Vortrag einen Beitrag leisten.                                                                                                                                                                   (Text: Referent)

Ort: Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen

Dezember 2018

Unsere Veranstaltungen im Dezember 2018

Im Dezember finden keine Veranstaltungen statt!

Wir wünschen allen eine schöne Weihnachts- und Chanukkazeit!

Kommen Sie gut und gesund in das Jahr 2019!
Wir sehen uns hoffentlich „mindestens“ bei einer unserer Veranstaltungen!!!