Januar 2026

Unsere Veranstaltungen im Januar 2026

Sonntag, 18.01., 18 Uhr

„… und es wurde Licht! Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel“
Eine Lesung mit Igal Avidan

Der in Berlin lebende israelische Autor und Journalist Igal Avidan stellt in Bad Laasphe sein Buch „… und es wurde Licht! Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel“ (2023) vor – und spricht über die Situation in Israel nach dem 7. Oktober 2023.
Gute Nachrichten schaffen es selten in die Schlagzeilen – auch nicht aus Israel. Doch Avidans Reportagen erzählen von genau diesen anderen Geschichten: von Nachbarschaften, Freundschaften und gemeinsamen Projekten, in denen Jüdinnen und Juden sowie Araberinnen und Araber Wege des friedlichen Zusammenlebens gefunden haben. Sie zeigen eine Gesellschaft, die vielfältiger, widersprüchlicher und hoffnungsvoller ist, als es die gängigen Bilder vermitteln – eine fragile, aber reale Co-Existenz „auf dem Vulkan“.
Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, studierte Englische Literatur und Informatik in Israel sowie Politikwissenschaft in Berlin. Seit 1990 arbeitet er als freier Journalist und Nahostexperte für israelische und deutsche Medien.
Die Veranstaltung findet im Ev. Gemeindehaus Bad Laasphe, Kirchplatz 20, in Bad Laasphe statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Die Veranstaltung findet als Kooperation des Bad Laaspher Freundeskreis für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland und der Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein statt.

 

Dienstag, 27.01., 15:30 Uhr

Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

Begrüßung und Ansprache: Bürgermeister Michael Kolodzig
Ansprache: Dr. Jana Mikota (Universität Siegen, Aktives Museum Südwestfalen)
Beteiligung von Littfelder Jugendlichen des Jugendtreffs „Glonk“ (Leitung Martin Hunker) und von Viertklässlern der Adolf-Wurmbach-Grundschule (Leitung Gabriele Benger) Standort Littfeld. Außerdem beteiligen sich ein gemischtes Ensemble des Posaunenchors CVJM Buschhütten und der Musikgruppe der Stadt Kreuztal mit Musikbeiträgen.
Ort: Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld, Grubenstraße 31
Veranstalter: Stadt Kreuztal
Mitveranstalter: CJZ Siegerland

 

Donnerstag, 29.01., 19 Uhr (deutsche Zeit)

Zikaron Basalon – Gedenken im Wohnzimmer
Digitales Zeitzeugengespräch mit dem Ausc
hwitz-Überlebenden Tomy Shacham via Zoom

Diese Online-Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kreis Emek Hefer (Israel) sowie dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein statt. Wir begrüßen Tomy Shacham, Überlebenden von Auschwitz-Birkenau. Tomy Shacham (ehemals Schwarz) wurde 1933 in der Slowakei geboren. Im Jahre 1941 versuchte seine Familie vergebens die Grenze nach Ungarn zu überqueren. Im Oktober 1944 wurde die Familie in ein Kamp gebracht, von dem aus sie am 2. November 1944 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden. Dort wurden die Männer und Jungen über zehn von den Frauen und Kindern getrennt. Obwohl Tomy bereits elf Jahre alt war, sagten seine Eltern er sei erst neun, weshalb er im Kinderblock in Birkenau untergebracht wurde. Am 22. Januar 1945 wurden alle überlebenden Kinder von den Nazis auf einen Marsch zu einem unbekannten Ziel geschickt. Während des Marschs flohen die deutschen Soldaten und die Kinder liefen allein weiter bis nach Auschwitz, wo sie bis zu der Befreiung durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 verweilten. Im März 1945 emigrierte er nach Israel, wo er Lehrer wurde. Heute lebt er in Herzliyya. Er ist Vater von 3 Kindern und hat 4 Enkel.

Das Zeitzeugnis des 93-Jährigen wurde zuvor aufgenommen. Er wird aber zugegen sein, um danach für Fragen zur Verfügung zu stehen. Für eine Übersetzung ist gesorgt.

Eine Anmeldung ist bis zum 26.01. per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de möglich. Der Link zur Teilnahme wird nach der Anmeldung verschickt.

Das Zeitzeugengespräch findet zusätzlich am 29.01. um 9:45 Uhr statt. Dieses Angebot richtet sich nur an Schulen. Hier ist eine Anmeldung bis zum 28.01. per E-Mail an b.friedrich@kreisjugendring.org möglich.

 

 

Februar 2026

Unsere Veranstaltungen im Februar 2026

Sonntag, 08.02., 16 Uhr

Vernissage der Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“
Eine Ausstellung mit Fotografien der Dortmunder Künstlerin Era Freidzon zur Eröffnung des „Jahres der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/5787“ mit dem Motto „Schulter an Schulter miteinander“

Zum „Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/5787“, das in diesem Jahr unter dem Motto „Schulter an Schulter miteinander“ steht, ist vom 08.02.2026 bis zum 08.03.2026 in der Städtischen Galerie Haus Seel in Siegen (Kornmarkt 20) die Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“ zu sehen. Die Ausstellung wird gezeigt von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V. in Kooperation mit KulturSiegen.
Die Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“ zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der Kinder in der Jüdischen Gemeinde Dortmund und macht jüdischen Alltag sichtbar. Die Dortmunder Künstlerin Era Freidzon fotografierte im jüdischen Kindergarten Kinderhände, die basteln, malen, lesen, spielen, kochen, Sport machen, beten oder musizieren. Die Aufnahmen sind jeweils schwarz-weiß – bis auf ein rotes Element: das Chut adom. Diese roten Bändchen, auch „Kabbala-Bändchen“ genannt, sind Glücksbringer und Schutzzeichen gegen den „bösen Blick“. Wenn die Eltern sie ihren Kindern ums linke Handgelenk knüpfen, segnen sie sie mit einem hebräischen Gebet („Ana Be K’oach“) oder einem jiddischen Segenspruch wie „Mazel dir, Zai Gezunt!“ („Viel Glück, bleib gesund“). Mit diesem Schutz gewappnet soll es den kleinen Menschen besser gelingen, ihren eigenen Weg zu finden und ihr Leben zu meistern. Für Era Freidzon sind die Fotografien ein visuelles Gebet für das individuelle Glück und eine bessere Zukunft für alle Kinder – und dafür, dass jüdisches Leben in Deutschland, trotz allen Widrigkeiten, stattfindet und eine Zukunft hat.

Der Eintritt in die Ausstellung und zu den Begleitveranstaltungen ist kostenfrei. Die Künstlerin Era Freidzon wird persönlich anwesend sein. Grußworte sprechen der Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen und Landrat Andreas Müller als Schirmherr. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von einem Streichquartett der Fritz-Busch-Musikschule der Universitätsstadt Siegen. Die Ausstellung kann bis zum 08.03.2026 Dienstag bis Samstag von 14-18 Uhr und Sonntag von 11-13 und 14-18 Uhr besucht werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm finden Sie hier:
Chut adom – Flyer K080126_final

 

Sonntag, 22.02., 16 Uhr

Hinweis: Leider müssen wir die Veranstaltung krankheitsbedingt für den 22.02.26 absagen. Wir werden uns bemühen, die Veranstaltung an einem anderen Termin erneut anzubieten.

Der Baum des Lebens – Leben und Werk von Chava Rosenfarb (1923-2011)
Vortrag und Lesung mit musikalischer Umrahmung von Uwe von Seltmann

© Yura Drug

Chava Rosenfarb (geboren 1923 im polnischen Lodz, gestorben 2011 im kanadischen Lethbridge) zählt zu den bedeutendsten jiddisch-sprachigen Dichterinnen und Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Während ihr umfangreiches Werk vor allem in Polen, den USA und Kanada vielfach gewürdigt wird, ist sie in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Der Buchautor und Jiddisch-Übersetzer Uwe von Seltmann bietet einen Einblick in Leben und Werk der Autorin. Zugleich lädt er zu einer Reise in das polnische Jiddischland ein, in dem die vielfach ausgezeichnete Chava Rosenfarb zu Hause war, bis die Deutschen die jiddische Kultur und Sprache während des Zweiten Weltkriegs weitgehend vernichteten. Vortrag und Lesung werden umrahmt mit Liedern und Musikstücken, die die Vielfalt der jiddischen Kultur verdeutlichen.
Chava Rosenfarb wurde 1923 im polnischen Lodz in einer jiddisch-sprachigen Familie geboren, die der jüdischen Arbeiterbewegung der Bundisten angehörte. Im Alter von acht Jahren begann sie, erste Gedichte zu schreiben. Unter der deutschen Besatzung überlebte sie das Ghetto Lodz, das Vernichtungslager Auschwitz sowie die Konzentrationslager Sasel (Hamburg) und Bergen-Belsen. Am 15. April 1945 wurde sie dort, schwer erkrankt an Typhus, von der britischen Armee befreit. Nach Jahren als Heimat- und Staatenlose, die sie vor allem in Belgien verbrachte, emigrierte sie 1950 mit ihrem Mann Heniek Morgentaler nach Kanada. Zwischen 1947 und 1966 veröffentlichte sie mehrere Gedichtbände und Theaterstücke in jiddischer Sprache, ehe sie sich dem Genre des Romans zuwandte. 1972 erschien ihr bedeutendstes Werk, das dreibändige Opus der boym fun lebn (Der Baum des Lebens), in dem sie detailreich das Leben im Lodzer Ghetto schildert. Der boym fun lebn wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet und ins Englische, Hebräische und Polnische übersetzt. Als erste jiddisch-sprachige Schriftstellerin Kanadas wurde Chava Rosenfarb 2006 von der Universität Lethbridge mit der Ehrendoktorwürde geehrt. Zahlreiche Texte Rosenfarbs wurden von ihrer 1950 in Montreal geborenen Tochter Goldie Morgentaler, Professorin für englische Literatur, ins Englische übersetzt.

Uwe von Seltmann, geboren 1964 in Müsen/NRW, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der jiddischen Sprache und Kultur. Er war Regisseur und Co-Produzent des preisgekrönten Dokumentarfilms „Boris Dorfman – A mentsh“, der ersten deutschpolnischen Co-Produktion in jiddischer Sprache nach der Schoah (2014). Zuletzt erschienen im homunculus-Verlag die erste deutschsprachige Biografie des jiddischen Dichters Mordechai Gebirtig (1877–1942) „Es brennt“ (2018), die international als »Pionierarbeit gegen das Vergessen« und »monumentale Biografie« gewürdigt wurde, sowie 2021 „Wir sind da!“, das offizielle Buch zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. (Text: Uwe v. Seltmann)

Die Veranstaltung findet in der Städtischen Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, in Siegen statt. Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Zusammen mit KulturSiegen lädt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland herzlich zum Besuch der Veranstaltung ein.

März 2026

Unsere Veranstaltungen im März 2026

Sonntag, 01.03., 16 Uhr

Jüdischer Witz reloaded: Lachen mit Rabbinern Rothschild & Steiman

© Jüdische Gemeinde Hanau

Vieles hat man Jüdinnen und Juden über die Jahrhunderte schon vorgeworfen. Humorlosigkeit gehört nicht dazu. Einem bekannten Spruch nach stirbt die Hoffnung als Letztes. Rabbiner Andrew Steiman ist da anderer Meinung. Nach seiner Familientradition ist es der Humor, der als Letztes stirbt – noch nach der Hoffnung. Man könne zwar ohne Humor leben – aber ist das ein Leben? Rabbiner Walter Rothschild ist nicht nur ein außerordentlicher jüdischer Gelehrter, sondern ein ebenso begnadeter Geschichtenerzähler mit britisch-jüdischem Witz, Charme und Biss. Es gibt wohl kaum eine Situation, zu der den Rabbinern kein Witz einfällt. Erleben Sie einen aufregenden Nachmittag durch die Facetten des jüdischen Humors und lachen Sie gemeinsam mit dem Rabbiner-Duo Rothschild & Steiman. (Text: Jüdische Gemeinde Hanau)

Die Veranstaltung findet in der Städtischen Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, in Siegen als Kooperation von KulturSiegen und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Veranstalter würden sich über eine Spende freuen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

April 2026

Unsere Veranstaltungen im April 2026

Donnerstag, 16.04., 19 Uhr

Das lange Schweigen – zwischen Widerstand und Lebenshunger
Lesung und Gespräch mit Nikolaus Münster (Frankfurt a. M.)

© Nikolaus Münster

Arnold Münster, der Vater des Autors, wird 1935 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, da er eine kommunistische Widerstandsgruppe anführte. In diesen acht Jahren erlebt er Demütigungen, Folter und menschenunwürdige Bedingungen. Ausgerechnet dieser Mann verliebt sich später in Lilly Curtius, die bereits ein Kind mit einem nationalsozialistischen Klinikdirektor hat. Arnold steht zwar auf der richtigen Seite der Geschichte, doch er misstraut der jungen bundesrepublikanischen Demokratie. Seinen Kindern gegenüber ist er kühl und distanziert. So herrscht im Hause Münster ein ohrenbetäubendes Schweigen.
Nach Arnolds Tod im Jahr 1990 werden Historiker auf seine Rolle im Widerstand aufmerksam. Der Autor entdeckt einen umfassenden Nachlass. Dieser enthüllt einen neuen Blick auf den Vater: ein zerrissener, traumatisierter, intellektueller Mensch tritt zum Vorschein. Das Leben von Arnold Münster und seiner Familie gibt einen sehr persönlichen Blick auf den Nationalsozialismus und die widersprüchliche Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.

Nikolaus Münster wurde 1951 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Studium der Volkswirtschaft und Politik in Frankfurt folgte ein Aufbegehren in der Studentenrevolte. Von 1982 bis 1991 war Münster Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Anschluss leitete er für 25 Jahre das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main. (Text: Nikolaus Münster)

Die Veranstaltung findet in der Ev. Kirche Hilchenbach, Kirchplatz 3, in Hilchenbach statt. Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Die Lesung findet als Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland mit der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen- Wittgenstein und der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Hilchenbach statt.

 

Mittwoch, 22.04., 19 Uhr

Mitgliederversammlung

Ort: Katholisches Pfarrheim St. Michael, St.-Michael-Str. 5, Siegen

Eine kurze Benachrichtigung über die Teilnahme (0271/20100 oder per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de) hilft uns bei der Planung.

Mai 2026

Unsere Veranstaltungen im Mai 2026

Studienreise Theresienstadt/Prag vom 13.05.-17.05.2026

Wir laden Sie herzlich zu einer Studienreise nach Theresienstadt und Prag ein, die wir in Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein anbieten. Theresienstadt (Terezin) war eine tschechische Garnisonsstadt und auf Grund ihrer Befestigungsanlagen gut geeignet für ein Ghetto für Jüdinnen und Juden. Auf der Führung durch das ehemalige Ghetto wird uns Michaela Vidláková begleiten, Überlebende von Theresienstadt. Viele kennen Michaela, die seit Jahrzehnten als Zeitzeugin ins Siegerland kommt und ihre Lebensgeschichte erzählt.

Weitere Programmpunkte dieser Studienreise werden sein:

Wir besuchen den Ort Lidice bei Prag, der als Vergeltung für das Attentat auf Reinhard Heydrich (stellv. Reichsprotektor von Böhmen und Mähren) vollkommen zerstört wurde.

  • Eine Führung durch das jüdische Prag mit den Synagogen und dem alten jüdischen Friedhof
  • Ein Besuch des Neuen jüdischen Friedhofes mit Erinnerungen an Arthur Radvanski, Überlebender von sechs Konzentrationslagern, der bezeugte, dass der Siegener Walter Krämer ihm im KZ Buchenwald das Leben rettete.
  • Eine Stadtführung durch Prag
  • Kulturelles Angebot auf freiwilliger Basis
  • Zeit für eigene Schwerpunkte

Wir hoffen, dass wir einen Synagogen-Gottesdienst besuchen können.

Leistungen:
Im Reisepreis sind enthalten: vier Übernachtungen mit Frühstück, Reise mit Kleinbussen, Programmkosten

Der Reisepreis beträgt:
pro Person im Doppelzimmer 469,00 € (für Mitglieder 429,00 €)
pro Person im Einzelzimmer    659,00 € (für Mitglieder 619,00 €)
(nicht enthalten ist die Verpflegung während der An- und Abreise sowie Mittag- und Abendessen, Getränke, evtl. kulturelles Programm)

Interessierte wenden sich an das Büro der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. – Jannik Weber, Tel. 0271/20100 oder per Mail an cjz.siegen@t-online.de. Für Fragen steht auch das Vorstandsmitglied Heiner Giebeler unter 0170/3552395 zur Verfügung, sowie Heike Dreisbach, unter 02739/8987839, Referentin für Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein.

Anmeldeformular: Anmeldung_Studienreise Theresienstadt_Prag

Reisebedingungen: Reisebedingungen_Studienreise_Theresienstadt_Prag

 

Donnerstag, 21.05., 18 Uhr

Tanzworkshop „Jiddische Tänze“

© Shendl Copitman

Im vergangenen Jahr ist dieser Tanzworkshop bereits auf eine große Resonanz gestoßen. Gerne sind wir dem Wunsch nach einer Wiederholung nachgekommen und freuen uns, dass Mark Kovnatskiy ein weiteres Mal zu uns nach Siegen kommt. Die zu erlernenden Tänze stammen ursprünglich von aschkenasischen (osteuropäischen) Jüdinnen und Juden und sind berühmt für ihren Reichtum an Gesten, denn sie sind weniger eine Bühnenaufführung als vielmehr ein Mittel zur Kommunikation zwischen den Tänzer:innen. Es gibt eine Vielzahl von Tänzen innerhalb dieses Genres, wie Freylekhs, Khusidl, Hora, Sher, Bulgar oder Patch-Tants. Einige davon sind ursprünglich jüdisch, andere wurden den Volkstänzen der osteuropäischen Völker entlehnt, unter denen die Jüdinnen und Juden lebten.
Mark Kovnatskiy ist einer der weltweit führenden Interpreten traditioneller Klezmer-Musik sowie ein Komponist und Lehrer für jiddischen Tanz mit Sitz in Hamburg. Als Violinist und Lehrer für traditionellen jiddischen Tanz unterrichtet und tritt er bei Festivals und Workshops in der ganzen Welt auf, darunter in den USA, Kanada, West- und Osteuropa, Israel und Japan. Er hat die jiddischen Tänze bei weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet studiert und unterrichtet sie seit 2005. Der Workshop setzt keine Vorkenntnisse voraus. Bequeme Schuhe sind sehr erwünscht.
Die Veranstaltung findet im Ev. Gemeindezentrum „Mittendrin“, An der Talkirche 2, in Siegen statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 €. Schüler:innen, Studierende und Menschen mit geringem Einkommen (kein Nachweis erforderlich, Selbstauskunft genügt) können zum ermäßigten Teilnahmepreis von 5,00 € mit dabei sein. Wir bitten um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de oder telefonisch unter 0271/20100. Die Anmeldung ist erst nach Überweisung der Teilnahmegebühr auf das Konto der CJZ Siegerland bei der Volksbank in Südwestfalen eG gültig. Hier die Kontoinformationen:
Bank: Volksbank in Südwestfalen eG
IBAN: DE92 4476 1534 0760 0210 01
BIC: GENODEM1NRD
Verwendungszweck: Teilnahmegebühr Tanzworkshop „Jiddische Tänze“

Der Tanzworkshop kann nur stattfinden, wenn sich mindestens 8 Personen angemeldet haben. Sollte der Workshop nicht zustande kommen, werden wir Sie rechtzeitig informieren und Ihnen die Teilnahmegebühr erstatten.

Juni 2026

Unsere Veranstaltungen im Juni 2026

Sonntag, 07.06., 17 Uhr

Verheißenes Land der Juden, Heiliges Land der Christen und die Al-Aqsa der Muslime
Vortrag von Prof. Dr. Christian M. Rutishauser SJ (Leiter des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung, Universität Luzern) und Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille 2026

© Christian Rutishauser

Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023, der darauffolgende Gazakrieg und die Bedrohung Israels durch Iran und seine Verbündeten, hat im Westen zu einem Anstieg des Antisemitismus geführt und die jüdisch-christliche Beziehung weltweit herausgefordert. Emotional und oft in Schwarz-Weiß-Kategorien wird über den Nahostkonflikt debattiert. Warum bewegt Israel/Palästina die Menschen weltweit? Welche Funktion spielen die Religionen im politischen Konflikt? Wie lautet die Geschichte, die zum gegenwärtigen Zustand geführt hat? Was kann die christliche Theologie zu Land und Staat heute sagen?Auf diese komplexen Fragen will der Vortrag einige Schlaglichter werfen. Er will Perspektiven eröffnen, um die Situation vertieft zu verstehen und Orientierungshilfen anbieten, um sich ein differenziertes Urteil zu bilden – als Bürger und Bürgerinnen westlicher Demokratien aber auch aus christlicher Perspektive.
Die Veranstaltung findet im Pfarrheim St. Peter und Paul, Kreutzstraße 10, in Siegen statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Die Veranstaltung findet als Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V. mit der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung Südwestfalen statt.

 

Donnerstag, 11.06., 19 Uhr

„Die Toten können nicht erzählen, die Überlebenden schon“
Digitales Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Dr. Michaela Vidláková

Dr. Michaela Vidláková wurde 1936 in Prag in eine jüdische Familie geboren. Schon früh erlebte Sie die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Die Nationalsozialisten deportierten sie zusammen mit ihrer Familie kurz vor ihrem 6. Geburtstag nach Theresienstadt. Die Familie überlebte nur mit Glück.
Dr. Michaela Vidláková hat den Kreis Siegen-Wittgenstein in den vergangenen zwei Jahrzehnten etliche Male besucht. Altersbedingt kann sie leider nicht mehr persönlich nach Siegen kommen.
Zusammen mit dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e. V. und der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein laden wir daher für Donnerstag, 11.06., um 19 Uhr zu einem öffentlichen digitalen Zeitzeugengespräch mit Frau Vidláková via Zoom ein. Die Teilnahme ist kostenfrei und von zu Hause aus möglich. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de bis zum 04.06.26 ist zwingend erforderlich. Der Link zur Teilnahme wird erst nach der Anmeldung verschickt.
In der Woche vom 08.06. bis 12.06. hält Frau Vidláková zudem mehrere Online-Vorträge via Zoom nicht-öffentlich an Schulen in der Region. Im vergangenen Jahr hörten etwa 600 Schüler:innen ihre Lebensgeschichte und wurden somit zu „Zweitzeug:innen“ gegen das Vergessen. In Zeiten eines zunehmenden Rechtradikalismus, Populismus und Antisemitismus ist es besonders wichtig, gerade auch junge Menschen über die historische Dimension des Holocaust zu informieren. Diese Aufgabe nimmt Frau Vidláková bereits seit Jahrzehnten wahr.

 

Sonntag, 14.06., 16 Uhr

„Der Tiger kämpft“Kurt Tucholsky  (1890 in Berlin geboren, 1935 in seinem Exil in Göteborg, Schweden, gestorben)
Vortrag und Lesung von Dr. Marlies Obier und Werner Stettner

© Marlies Obier

Kurt Tucholsky hatte als Schriftsteller und Publizist fünf Namen: Die Pseudonyme Kaspar Hauser, Ignaz Wrobel, Theobald Tiger, Peter Panter und seinen eigenen, Kurt Tucholsky. In ihrer Vielfalt konnte er alles schreiben, was für ihn von Bedeutung war. Als Schriftsteller wurde sein bekanntes Buch „Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte“, Berlin 1931, sein größter Erfolg. Als Publizist war für ihn seine lange Arbeit für die Weltbühne, für die er schon vor seiner Leitung 1926 schrieb, wesentlich. Er schrieb:  Dem im Jahre 1926 verstorbenen Herausgeber der Weltbühne Siegfried Jacobsohn, verdankt Tucholsky alles, was er geworden ist.
Kurt Tucholskys schreibender Kampf in der Weimarer Republik galt dem Bestand der jungen Demokratie, die er gegen ihre vielen Feinde verteidigte. Er bot alle seine Namen auf, um ihren alten und neuen Feinden entgegenzutreten. Den Tiger im Käfig hatte er einmal beschrieben: Hinter den dicken Stäben meiner Ideale/ Lauf ich von einer Wand zur andern Wand…Die Gefangenschaft war abgeschafft und der Tiger kämpfte, dass sie nie wieder zurückkehren sollte!
(Text: Dr. Marlies Obier)

Die Veranstaltung findet als Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland mit dem Aktiven Museum Südwestfalen statt. Veranstaltungsort ist das Aktive Museum Südwestfalen, Obergraben 10, in Siegen. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Juli 2026

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August 2026

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