Unsere Veranstaltungen im Januar 2026
Sonntag, 18.01., 18 Uhr
„… und es wurde Licht! Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel“
Eine Lesung mit Igal Avidan
Der in Berlin lebende israelische Autor und Journalist Igal Avidan stellt in Bad Laasphe sein Buch „… und es wurde Licht! Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel“ (2023) vor – und spricht über die Situation in Israel nach dem 7. Oktober 2023.
Gute Nachrichten schaffen es selten in die Schlagzeilen – auch nicht aus Israel. Doch Avidans Reportagen erzählen von genau diesen anderen Geschichten: von Nachbarschaften, Freundschaften und gemeinsamen Projekten, in denen Jüdinnen und Juden sowie Araberinnen und Araber Wege des friedlichen Zusammenlebens gefunden haben. Sie zeigen eine Gesellschaft, die vielfältiger, widersprüchlicher und hoffnungsvoller ist, als es die gängigen Bilder vermitteln – eine fragile, aber reale Co-Existenz „auf dem Vulkan“.
Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, studierte Englische Literatur und Informatik in Israel sowie Politikwissenschaft in Berlin. Seit 1990 arbeitet er als freier Journalist und Nahostexperte für israelische und deutsche Medien.
Die Veranstaltung findet im Ev. Gemeindehaus Bad Laasphe, Kirchplatz 20, in Bad Laasphe statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Die Veranstaltung findet als Kooperation des Bad Laaspher Freundeskreis für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland und der Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein statt.
Dienstag, 27.01., 15:30 Uhr
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus
Begrüßung und Ansprache: Bürgermeister Michael Kolodzig
Ansprache: Dr. Jana Mikota (Universität Siegen, Aktives Museum Südwestfalen)
Beteiligung von Littfelder Jugendlichen des Jugendtreffs „Glonk“ (Leitung Martin Hunker) und von Viertklässlern der Adolf-Wurmbach-Grundschule (Leitung Gabriele Benger) Standort Littfeld. Außerdem beteiligen sich ein gemischtes Ensemble des Posaunenchors CVJM Buschhütten und der Musikgruppe der Stadt Kreuztal mit Musikbeiträgen.
Ort: Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld, Grubenstraße 31
Veranstalter: Stadt Kreuztal
Mitveranstalter: CJZ Siegerland
Donnerstag, 29.01., 19 Uhr (deutsche Zeit)
Zikaron Basalon – Gedenken im Wohnzimmer
Digitales Zeitzeugengespräch mit dem Auschwitz-Überlebenden Tomy Shacham via Zoom
Diese Online-Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kreis Emek Hefer (Israel) sowie dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein statt. Wir begrüßen Tomy Shacham, Überlebenden von Auschwitz-Birkenau. Tomy Shacham (ehemals Schwarz) wurde 1933 in der Slowakei geboren. Im Jahre 1941 versuchte seine Familie vergebens die Grenze nach Ungarn zu überqueren. Im Oktober 1944 wurde die Familie in ein Kamp gebracht, von dem aus sie am 2. November 1944 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden. Dort wurden die Männer und Jungen über zehn von den Frauen und Kindern getrennt. Obwohl Tomy bereits elf Jahre alt war, sagten seine Eltern er sei erst neun, weshalb er im Kinderblock in Birkenau untergebracht wurde. Am 22. Januar 1945 wurden alle überlebenden Kinder von den Nazis auf einen Marsch zu einem unbekannten Ziel geschickt. Während des Marschs flohen die deutschen Soldaten und die Kinder liefen allein weiter bis nach Auschwitz, wo sie bis zu der Befreiung durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 verweilten. Im März 1945 emigrierte er nach Israel, wo er Lehrer wurde. Heute lebt er in Herzliyya. Er ist Vater von 3 Kindern und hat 4 Enkel.
Das Zeitzeugnis des 93-Jährigen wurde zuvor aufgenommen. Er wird aber zugegen sein, um danach für Fragen zur Verfügung zu stehen. Für eine Übersetzung ist gesorgt.
Eine Anmeldung ist bis zum 26.01. per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de möglich. Der Link zur Teilnahme wird nach der Anmeldung verschickt.
Das Zeitzeugengespräch findet zusätzlich am 29.01. um 9:45 Uhr statt. Dieses Angebot richtet sich nur an Schulen. Hier ist eine Anmeldung bis zum 28.01. per E-Mail an b.friedrich@kreisjugendring.org möglich.